Studierende an der Zürcher Hochschule der Künste protestieren gegen Sparmassnahmen

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Studierende an der Zürcher Hochschule der Künste protestieren gegen Sparmassnahmen
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Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) trifft Sparmassnahmen, die die Studierenden direkt betreffen. Diese Sparmassnahmen haben zu Protesten von Studierenden geführt, die sich über die Kürzungen in den Beratungsstunden, die Schließung des Toni-Areal und der Gessnerallee über Nacht sowie die Abschaffung der Möglichkeit für finanziell schwache Studierende, einen Teil ihrer Studiengebühren erlassen zu bekommen, beschweren.

Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) steht vor finanziellen Herausforderungen und hat deshalb Sparmassnahmen beschlossen. Diese betreffen auch die Studierende n und sorgen für Unmut. Der eigentliche Semesterbeginn ist erst am 17. Februar, doch an der ZHdK rumort es schon jetzt.

Die Reduktion der psychologischen Beratungsstunden von fünf auf drei Stunden, die Schließung des Toni-Areal und der Gessnerallee über Nacht von 24 bis 7 Uhr sowie die Abschaffung der Möglichkeit für finanziell schwache Studierende, einen Teil ihrer Studiengebühren erlassen zu bekommen, sind nur einige Beispiele für die Sparmassnahmen, die die Studierenden direkt betreffen. \Ein anonymer Studierender der ZHdK sagte gegenüber Tsüri.ch: «Dass die Hochschule ihre Sparmassnahmen auf dem Rücken von den Studierenden durchführt, die ohnehin schon unter Druck stehen, das stört uns gewaltig.» Viele Studierende sind besorgt, dass die Sparmassnahmen vor allem jene Studierenden betreffen, die bereits in prekären finanziellen oder gesundheitlichen Situationen sind. Laura Gubler, Co-Präsidentin des Studierendenrats «VERSO», teilt die Kritik: «Zürich ist als eine der reichsten Städte für viele Studierende bereits eine grosse finanzielle Herausforderung.» Dass der Studiengebührenteilerlass gestrichen wird, ohne dass ein neues System feststeht, das erachtet der Studierendenrat als grob fahrlässig. \Alain Suter, PR-Manager der ZHdK, bestätigt: «Im Jahr 2025 können aufgrund der finanziellen Stabilisierungsmassnahmen der ZHdK keine neuen Teilerlasse von Studiengebühren beantragt werden.» Bereits gewährte Teilerlasse für das Frühling- und Herbstsemester 2025 bleiben bestehen. Es würden neue Möglichkeiten geprüft, wie und in welcher Form ab 2026 eine alternative finanzielle Unterstützung angeboten werden könne. Neben den konkreten Einschränkungen bemängelt die Studierendenschaft aber auch die Art und Weise, wie die Massnahmen kommuniziert worden sind. Die Hochschulleitung habe lange nicht aktiv kommuniziert, berichtet Gubler. «Das Thema der Nachtschliessung hat sich schon vor Monaten herumgesprochen», sagt die Co-Präsidentin von «VERSO», «doch die Hochschulleitung äusserte sich nie konkret dazu– bis dann am 19. Dezember, wo alle schon halb in den Ferien waren, die Nachricht verkündet wurde.» Die Nachtschliessungen seien bei den Studierenden ein zentrales Thema, weil im Gegensatz zu einem Uni-Studium, bei dem oft ein Buch und ein Schreibtisch ausreichen, besonders wichtig sei der nächtliche Zugang zu den Ateliers für Studierende, die neben dem Studium arbeiten müssen, um sich ihre Ausbildung finanzieren zu können. Die Hochschule der Künste geriet in letzter Zeit wiederholt in Kritik. Die Einführung eines Studienmodells mit grossen und kleinen Fächern, dem sogenannten Major-Minor-Modell, hatte diverse Umstrukturierungen zur Folge, Kündigungen wurden ausgesprochen, unzufriedene Angestellte wendeten sich an die Medien. Zitiert wurde Daniel Heierli (Grüne), der aussagte, die finanzielle Situation der Hochschule sei «aus dem Ruder gelaufen». Mittlerweile scheine das Problem zwar erkannt zu sein. «Es hätte aber früher erkannt werden können.» Die ZHdK habe in der Vergangenheit Grossprojekte finanziert, wie unter anderem eben die Major-Minor Umstellung, heisst es von Seiten der Hochschule. Die nun eingeleiteten Stabilisierungsmassnahmen sollten längerfristig die finanzielle Stabilität und Qualität von Ausbildung und Forschung sichern. Die Sparmassnahmen würden in erster Linie beim Verwaltungsaufwand und zentralen Budgetpositionen ansetzen. «Die Departemente mit den Kernaufträgen Lehre und Forschung – und damit die Studierenden – sind unterproportional betroffen», berichtet Alain Suter. Trotzdem seien Sparmassnahmen eine komplexe Aufgabe. Die Hochschule würde regelmässig die Studierenden und die Studierendenvertretung über anstehende Veränderungen informieren und Massnahmen sorgfältig planen. Und trotz Kritik bereue man die Umstellung auf das neue Studienprogramm nicht. «Wir bieten mit dem Major-Minor-Studienmodell ein europaweit einzigartiges Angebot, welches eine individuelle Entwicklung und Schärfung des eigenen Studienprofils ermöglicht», schreibt Suter. Die positiven Rückmeldungen der Studierenden und die Bewerbungszahlen würden der ZHdK bestätigen, dass dieses Modell ein richtiger Schritt in eine zukunftsorientierte Ausbildung sei

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