Obwohl der Bund Sparmassnahmen angeordnet hat, hielten Kaderleute des Bundesamts für Strassen (Astra) ihre Workshops in Wellnesshotels ab. Diese Ausgaben verstossen laut Medienberichten gegen interne Vorschriften und stehen im Widerspruch zum von der Bundesregierung angekündigten Sparpaket.
Der Bund befindet sich in einer Sparphase, doch Kaderleute des Bundesamts für Strassen ( Astra ) hielten ihre Workshops in Wellness hotels ab. Dem «SonntagsBlick» liegen Dokumente vor, die die Trips von Albert Röstis Beamten belegen. Kaderbeamte des Astra übernachteten für ein Workshop im Nobelhotel in Leukerbad. Der Workshop hätte auch in den Büros in Bern oder im Homeoffice stattfinden können, doch die Wahl fiel auf ein Wellness hotel im Wallis.
Die Chefin der internen Revision des Astra und ihre Stellvertreterin sollen Ende August 2024 für ein Onlineseminar drei Nächte in einem 4-Sterne-Hotel in Leukerbad VS verbracht haben. Die Kosten von 1190 Franken rechneten sie über Spesen ab. Eine Woche später dasselbe. Diesmal in Thun. Die beiden Frauen nahmen drei weitere Führungskräfte mit. Der zweitägige Workshop kostete insgesamt 1536 Franken für Seminarräume und Business-Lunches, zusätzlich zu den Übernachtungskosten von 275 Franken pro Person. Eine Schifffahrt und der Besuch der Beatushöhlen erhöhten die Ausgaben um weitere 200 Franken. Der Rückzug «förderte und stärkte» aber die Zusammenarbeit, sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach. Doch Hotelübernachtungen in Thun verstossen laut «SonntagsBlick» gegen das Reglement des Astra. Dieses schreibt bei Dienstreisen in der Schweiz vor: «Für auswärtiges Übernachten mit Frühstück werden die tatsächlichen Auslagen im Rahmen einer Mittelklasseunterkunft vergütet.» Der Höchstbetrag liege bei maximal 250 Franken pro Übernachtung. Die Ausgaben stehen im Widerspruch zu den Sparmassnahmen des Bundes, die Finanzministerin Karin Keller-Sutter vor einem Jahr angekündigt hatte. Der Bundesrat hat ein Sparpaket geschnürt, das viele Bereiche betrifft, darunter Bildung und Asylwesen
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