Lebensmittel nach MHD verkaufen: Initiative unterstützt Läden mit Etiketten und Toolbox

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Lebensmittel nach MHD verkaufen: Initiative unterstützt Läden mit Etiketten und Toolbox
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Eine Million Etiketten hat die Initiative foodwaste.ch an Detailhändler und Hofläden verteilt, um Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) zu verkaufen. Lebensmittelverschwendung in der Schweiz reduzieren ist das Ziel. Über 550 Verkaufsstellen nutzen bereits die Ressourcen der Initiative.

Lebensmittel dürfen auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum s ( MHD ) unter bestimmten Voraussetzungen verkauft werden. Der Verkauf kann je nach Produkt um bis zu 360 Tage verlängert werden, zum Beispiel bei Reis, Mehl, Tee oder Gewürzen. Auch Fleisch darf bis zum Verbrauchsdatum (VD) eingefroren und so 90 Tage länger verkauft werden. Voraussetzung für die Vermarktung nach MHD ist jedoch, dass die Lebensmittel mit einem entsprechenden Etikett versehen sind.

Eine Million solcher Etiketten konnte die Initiative foodwaste.ch an Detailhändler und Hofläden verteilen, wie diese in einer aktuellen Mitteilung bekannt gab. Eine Studie aus dem Jahr 2021 des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), durchgeführt von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), zeigte, dass bestimmte Lebensmittel länger aufbewahrt und verzehrt werden können, als es das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) vorsieht. Darunter fallen auch Milchprodukte. Diese Erkenntnis ermöglicht den längeren Verkauf der entsprechend gekennzeichneten Lebensmittel. Dafür wird der Begriff «Mindesthaltbarkeitsdatum plus» (MHD+) bzw. «Verbrauchsdatum plus» (VD+) verwendet. «So landet weniger im Abfall – das ist ökologisch sinnvoll und spart Geld bei den Konsumentinnen und den Verkäufern», so foodwaste.ch. Über 550 Läden haben sich bereits an der Initiative beteiligt. Darüber hinaus trägt die Praxis dazu bei, das Ziel des Bundesrates zu erreichen, die Lebensmittelverschwendung in der Schweiz bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. «Um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, braucht es das Zusammenspiel von Produzentinnen, Händlern und Konsumentinnen», betont Erika Bauert, Co-Projektleiterin MHD+ bei foodwaste.ch in der Mitteilung. Die Initiative foodwaste.ch unterstützt Läden in der Umsetzung mit einer Toolbox: Neben den Etiketten beinhaltet diese Anleitungen, Tutorials sowie Informationen für die Kundschaft. Interessierte Läden können Starter-Sets über die Website von foodwaste.ch aktuell kostenlos beziehen. Nach Angaben der Organisation stößt die Toolbox auf grosses Interesse: Bereits über 550 Verkaufsstellen wie Hofläden, kleine Lebensmittelläden, Drogerien, Getränkehändler, Metzgereien, Bäckereien und auch grosse Detailhändler verkaufen Produkte mit verlängerter Haltbarkeit.foodwaste.ch informiert und sensibilisiert seit 2012 in der ganzen Schweiz die Bevölkerung zum Thema Lebensmittelverschwendung mit dem Ziel, Food Waste in der Schweiz bis 2030 zu halbieren und die Wertschätzung gegenüber Nahrungsmitteln zu steigern. Die Non-Profit-Organisation wird seit 2016 von der OGG Bern finanziell unterstützt. Ein Jahr später übernahm sie die operative Führung (die Geschäftsstelle) von foodwaste.ch. Die Oekonomische Gesellschaft Bern (OGG Bern) wurde 1759 gegründet und ist Herausgeberin des «Schweizer Bauer».

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