Nirgendwo sonst in der Schweiz sind die Krankenkassenprämien in den letzten drei Jahren so stark gestiegen wie im Tessin. Deutlich mehr Menschen leiden unter der hohen Prämienlast. Betroffene blicken dem neuen Jahr mit Sorge entgegen.
Im Luganeser Quartier Breganzona lebt Teresa in einem schäbig wirkenden Wohnblock. Sie öffnet die Tür in der dritten Etage des sechzehnstöckigen Hochhauses zu ihrer gepflegten und gemütlichen 4.5-Zimmer-Wohnung. Die 54-Jährige steckt das Gesuch für die Prämienverbilligung an den Kanton in das frankierte Kuvert. «Ich habe die Anfrage für dieses Jahr gemacht, aber ich glaube nicht daran.
Teresa wird angst und bange, wenn sie aufs nächste Jahr schaut. Die Krankenkassenprämie steigt für sie und ihren Mann um 88 Franken. Zudem müssen sie per Ende August die günstige Wohnung verlassen. Mit der Wohnungskündigung verliert Teresa auch ihren Job als Hauswartin. Das Hochhaus wird totalsaniert. Das sei eine Tragödie.
Luiz Marino Alvarez sagt, er habe davon gehört, dass man Prämienverbilligung beantragen könne. Aber er habe nicht gewusst, wie man das mache. So irrte er von Amt zu Amt, bis ihm «Amélie» empfohlen wurde. «Die Frau hier hat mir geholfen, Prämienentlastung zu erhalten. Jetzt kriege ich 200 Franken.»
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