Streit um Velovorzugsroute in Zürich: Anwohner erheben Einspruch gegen Parkplatzeinbußen

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Streit um Velovorzugsroute in Zürich: Anwohner erheben Einspruch gegen Parkplatzeinbußen
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Die Stadt Zürich plant eine Velovorzugsroute in Wollishofen, die jedoch bei Anwohnern auf Widerstand stößt. Einspruch wird gegen den Verlust von 110 Parkplätzen erhoben, da viele Anwohner an öffentliche Parkplätze angewiesen sind. Die Route soll an Schulhäusern und Kindergärten vorbeiführen, was Sicherheitsbedenken für Fußgänger weckt. Anwohner fürchten die Gefahr durch schnell fahrende Velos und monieren die fehlende Rücksichtnahme von Radfahrern.

Am vergangenen Freitag wurden die Pläne der Stadt Zürich für die Velovorzugsroute Wollishofen veröffentlicht. Die geplante Route soll durch die Tannenrauch- und Kilchbergstrasse bis an die Stadtgrenze führen. Für die Umsetzung der Velovorzugsroute sollen auf der Kilchberg-, der Tannenrauch- und der Widmerstrasse 110 blaue Parkfelder wegfallen. Auf einer Velovorzugsroute haben Velofahrerinnen und Velofahrer Vortritt, zusätzlich fahren sie auf einem breiten und klar markierten Velostreifen.

Ausserdem gilt das Tempolimit 30. Die Realisation dieser Routen wurde vom Stadt Zürcher Stimmvolk vor knapp vier Jahren mit einer deutlichen Mehrheit angenommen. Velofahrer seien grösste Gefahr.Die geplante Velovorzugsroute Wollishofen führt direkt an Schulhäusern und Kindergärten vorbei. In den Augen von Fritz Klein, langjähriger Anwohner der Kilchbergstrasse in Wollishofen, stellt die Route ein Sicherheitsrisiko für Fussgänger dar. Die Kilchbergstrasse sei bereits jetzt für Velofahrer sicher, sagt er gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Seiner Meinung nach seien Velofahrer bereits heute auf der Kilchbergstrasse die grösste Gefahr. Es komme immer wieder zu Zwischenfällen. Klein erzählt von einer Begegnung: «Beim Fussgängerstreifen vor einem Schulhaus sind vier Sportvelofahrer in einem ‹Affenzahn› an mir vorbeigefahren. Nachdem ich mich lauthals beschwert habe, hat einer der Velofahrer gewendet und mir gesagt, ich solle ruhig sein, sonst könne ich ‹die Rüebli von unten betrachten.›»Anwohner erheben Einspruch Der Abbau der Parkplätze kommt bei den Anwohnerinnen und Anwohnern nicht gut an. Denn viele der Wohnhäuser hätten kein Parkhaus oder private Parkplätze. «Die meisten Leute haben ein Auto nicht aus Spass, sondern weil sie darauf angewiesen sind», sagt ein Anwohner. Fritz Klein und rund 30 weitere Personen werden Einsprachen gegen die Veloroute erheben. Ein Anwalt sei bereits eingeschaltet und die Finanzierung der Einsprache gesichert. «Wir sind entschlossen, falls nötig mindestens bis vor das Verwaltungsgericht zu ziehen.» Einsprüche verzögern die Umsetzung Yvonne Ehrensberger von Pro Velo Kanton Zürich bedauert die allfällige Verzögerung der Velovorzugsroute Wollishofen, deren Umsetzung 2027 geplant wäre, durch die Einsprachen. «Wir von Pro Velo Zürich gehen jedoch davon aus, dass die Einsprachen chancenlos sind und letztlich bloss die Eigeninteressen der Einsprechenden entlarven», sagt sie. Aufgrund von Einsprachen der Anwohnenden kommt die Umsetzung der Velovorzugsroute in Zürich nur schleppend voran. Geplant sind insgesamt 130 Kilometer bis 2031, davon sind bisher erst vier Kilometer umgesetzt, sagt Roger Schaad, Sprecher vom Tiefbauamt.

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