Die «Arena» diskutiert über die Gefahren von Social Media ohne Regulierung. Ein Ethikprofessor und die SP sehen darin eine Gefahr für die Demokratie, während bürgerliche Vertreter von Eigenverantwortung plädieren. Auch die Rolle von Faktenchecks und Community Notes wird beleuchtet.
Dicke Luft in der «Arena»: Für einen Ethikprofessor und die SP sind Soziale Medien ohne Regulierung eine Gefahr für die Demokratie. Nach Ansicht der bürgerlichen Seite braucht es kein «Wahrheitsministerium». Ganz am Ende gab es trotzdem so etwas wie eine unheilige Allianz.98 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz besitzen ein eigenes Smartphone. Sehr viele von ihnen verbringen täglich mehrere Stunden am Handy.
Jonas Lüthy von den Jungfreisinnigen plädiert hingegen für Eigenverantwortung. Was auf Social Media geschehe, solle nicht staatlich reglementiert werden. Die Nutzer seien in der Lage, gepostete Inhalte richtig einzuschätzen, es brauche dazu kein «Wahrheitsministerium». Eine Demokratie müsse Fake News aushalten können, entgegnete Lüthy. Steinemann ergänzte, dass mit dem Strafrecht bereits eine Instanz vorhanden sei, welche einen rechtlichen Rahmen vorgebe: «Alles andere geht halt schon Richtung Zensur.»Im weiteren Verlauf drehte sich die Sendung etwas im Kreis.
SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser erklärte Steinemann daraufhin, wie Soziale Medien funktionieren: «Die Algorithmen pushen das, was man am besten zu Geld machen kann. Also emotionalisierende Inhalte mit wenig Tiefe, die Wut und Empörung generieren.» Jungfreisinnigen-Präsident Lüthy sprach von einem «logischen Kurzschluss», zu denken, dass man eine Gruppe nur mit Verboten schützen könne. Lüthys mehrfach artikulierte Forderung: Die Medienkompetenz an Schulen zu stärken. Er präzisierte: «Selbstverständlich sind Soziale Netzwerke eine Gefahr. Aber man kann den Leuten auch beibringen, wie man damit umgeht.
SOCIAL MEDIA RECHTSEXTREMISMUS FOLGEN DEMOKRATIE MEINUNGSFREIHEIT
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