Vor bald dreissig Jahren entfloh Gübi Luck dem hektischen Leben als Ingenieur und Firmeninhaber. Seither wohnt er abgeschieden ob Chur. Sein grösster Reichtum: Zeit.
Mit seinem dichten weissen Bart sieht er fast so aus wie der Druide Miraculix, der in den berühmten Comics an der Seite von Asterix gegen die Römer kämpft. «Ich bin ja auch ein alter Kelte», sagt Gübi Luck schmunzelnd. Sein Nachname bedeutet auf Keltisch Wald, auf Englisch Glück. Das passe perfekt. «Ich lebe im Wald und habe hier mein Glück gefunden.
Gübi Luck ist ein Sammler. Zwölf verschiedene Pilze findet dieser Kenner in seinem Hoheitsgebiet. Er pflückt Löwenzahn und Brennnesseln, macht Salat. Er sammelt Himbeeren und Heidelbeeren, kocht sie zu Konfitüre ein. Im Garten pflanzt er Kartoffeln und Gemüse. Diese Neugier und die Furchtlosigkeit zeichneten ihn auch als Sportler aus. In jungen Jahren war er Kunstturner und Leichtathlet. Er fuhr Skirennen, machte Langlauf und Orientierungslauf, spielte Tischtennis. Am liebsten aber war Gübi Luck in den Bergen. Sie sind sein Element.
Seither führt Gübi Luck in der Abgeschiedenheit ein einfaches Leben. Er kauft nur das Nötigste im Tal ein, trägt im Alltag meist dieselben Kleider, fährt einen zwanzigjährigen Mercedes. «Aber Luxus habe ich trotzdem», sagt er. «Ich habe Zeit.» Obwohl er allein lebt, ist er nicht einsam. Gelegentlich schauen seine Söhne vorbei.
Seit vielen Jahren macht Gübi Luck auch Kunst. Sein Talent entdeckte er durch Zufall. Eines Tages nahm er ein Stück Holz zur Hand, begann es zu bearbeiten. Seither kommt er nicht mehr davon los. Mit der Motorsäge und der Schleifmaschine schafft er aus unterschiedlichen Hölzern Skulpturen – zuweilen sind es menschenähnliche Körper, oft aber auch abstrakte Figuren. «Ich gehe vom Wuchs des Holzes aus und lasse mich davon leiten.
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