Luzerner Spitalzentrum: Schoggiturm bleibt Abriss-Ziel

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Luzerner Spitalzentrum: Schoggiturm bleibt Abriss-Ziel
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Das Luzerner Kantonspital (Luks) plant den Abriss des «Schoggiturms» nach dem Bau eines neuen Spitalzentrums. Der Grosse Stadtrat hat den entsprechenden Passus im Bebauungsplan beibehalten. Obwohl der Stadtrat offen für eine Zwischennutzung des «Schoggiturms» war, lehnt die SP einen entsprechenden Antrag ab. Es wird zu einer Volksabstimmung kommen.

Luzerner Kantonsspital (Luks) im Jahr 2035 das Spitalzentrum abreißen kann? Diese Frage ist noch nicht endgültig geklärt. Obwohl der Grosse Stadtrat am Donnerstag bei der Beratung des Bebauungsplan s für das Spitalareal beschlossen hat, einen umstrittenen Passus im Artikel 35 entgegen der Empfehlung der vorberatenden Baukommission beibehalten: Dieser besagt, dass der « Schoggiturm » nach dem Bau des neuen Spitalzentrums umgehend zurückgebaut werden muss, um einen Park zu ermöglichen.

Mit anderen Worten: Der «Schoggiturm»-Abriss bleibt Teil des Bebauungsplans. Doch das Geschäft ist sistiert und wird erst in der nächsten oder übernächsten Parlamentssitzung weiterberaten. Der Antrag der SP, in einem umfassenden Konzept zu prüfen, wie das Spitalzentrum weiterverwendet werden könnte, wurde vom Parlament mit 24 zu 21 Stimmen abgelehnt. Die SP beantragte daher einen Gegenvorschlag, der wiederum in einem konstruktiven Referendum mündet – sprich: Voraussichtlich wird es zu einer Volksabstimmung kommen. Um dem Luks rechtliches Gehör wegen der neusten Entwicklung zu verschaffen, wird das Geschäft sistiert.Baudirektorin Korintha Bärtsch (Grüne) macht bereits klar: «Wir sind gegen ein konstruktives Referendum.» Hingegen wäre der Stadtrat offen gewesen für die Streichung des Abrissartikels, wie dies die Kommission vorhatte. Zudem sehe der Stadtrat die Möglichkeiten einer Zwischennutzung. Bärtsch sagt aber auch: «Wir sind uns einig, dass das Zentrumsspital in die Stadt gehört.» Wegen der massiven Dichte auf dem Areal und mit Blick auf die vielen zu fällenden Bäume seien ökologische Ersatzflächen wie der geplante Park anstelle des «Schoggiturms» wichtig. Und sie betont noch etwas: «Das Luks macht nicht, was es will.» Der Bebauungsplan sei in intensiver Zusammenarbeit mit der Stadt seit 2017 entstanden. «Finge man heute an zu planen, würde das Thema graue Energie anders angegangen. Dennoch wollen wir diesen Weg zusammen wie geplant weitergehen.»Die Ratsdebatte zuvor verläuft wie erwartet – Rot/Grün setzt sich für den Erhalt des «Schoggiturms» oder zumindest die Prüfung ein, die Bürgerlichen dagegen. Und das klingt dann zum Beispiel so: «Ein vorzeitiger Abriss in Zeiten der anhaltenden Klima- und Wohnraumkrise ist unverantwortlich – die Lebenszyklen von Bauten müssen verlängert werden», sagt Yannick Gauch (SP/Juso). Oder wie es Adrian Häfliger (Grüne/Junge Grüne) sagt: «Wir finden es mehr als unschön, dass eine Zwischennutzung des Luks nie ernsthaft geprüft und vom Stadtrat auch nicht gefordert wurde.» Anders tönt es von Anna-Sophia Spieler (FDP), sie sagt: «Der Abriss ist alternativlos und eine Investition in Sicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz.» Patrick Zibung (SVP) findet, dass die Luks-Verantwortlichen am besten wüssten, «was es für einen zeitgemässen Spitalbetrieb braucht». Und Daniel Lütolf (GLP) sagt: «Die Gebäude genügen heutigen Anforderungen für einen modernen Spitalbetrieb nicht mehr und wir wollen die langfristige Planung des Luks nicht torpedieren.» Differenziert äussert sich Luzi Meyer (Mitte), selber Architekt, und sagt: «Wir sind auch nicht glücklich über den Abriss, doch gewichten wir die Planungssicherheit für das Luks und übergeordnete Interessen des Gesundheitswesens als wichtiger.» Das Luks selber hat sich zur Diskussion rund um den Erhalt des «Schoggiturms» geäussert – und zwar klar ablehnend. Eine Zwischennutzung würde den Spitalbetrieb zu stark einschränken. Dass das Parlament den Abriss-Passus beibehält, kommt dem Luks entgegen. Die Medienstelle schrieb dazu Mitte Januar: «Der Rückbau des Spitalzentrums ist integraler Bestandteil des Entwicklungsplans und somit für die künftige Entwicklung des Spitals von entscheidender Bedeutung.

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