Die Mitte-Partei hat zwei männliche Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrätin Viola Amherd nominiert. Markus Ritter und Martin Pfister werden am 12. März vom Parlament gewählt.
Leider hat sich bis zum Ende der Frist keine Frau als Kandidatin für den Bundesrat gemeldet, teilte die Mitte an der Medienkonferenz mit. Obwohl die Partei in der Vergangenheit oft erfolgreich auf Frauen gesetzt hat und das auch in Zukunft tun wird, wie Fraktionschef Philipp Matthias Bregy betonte, haben sich für dieses Mal keine geeigneten Kandidatinnen gemeldet. Die beiden Kandidaten, die die Partei nominiert hat, seien eine exzellente Wahl , betonte Mitte-Partei präsident Gerhard Pfister.
Sie seien sehr fähige Kandidaten für den Bundesrat. Die Mitte-Politiker werden die beiden Kandidaten nun anhören und sich dann für ein Ticket entscheiden. Die Fraktion des Mitte-Partei wird die Spielregeln am 21. Februar bestimmen. Dann wird das offizielle Ticket für die Bundesratswahlen beschlossen. «Wir gehen klar davon aus: Wenn wir der Bundesversammlung ein ausgewogenes Ticket präsentieren – was wir tun werden – dann wird sie von diesem Ticket wählen, so wie sie das die Mitte in der Vergangenheit auch immer gemacht hat», so Bregy. Er wird sicherlich nochmals allen in Erinnerung rufen: «Wer bis heute nicht von seinem Recht zu kandidieren Gebrauch gemacht hat, soll dann auch am 12. März darauf verzichten». Am 12. März wählt das Parlament den Nachfolger oder die Nachfolgerin für die zurücktretende Bundesrätin Viola Amherd. In der Vergangenheit seien die Tickets immer respektiert worden, zeigte sich auch Mitte-Parteipräsident Gerhard Pfister überzeugt. Und er betonte: Er würde eine Wahl auf keinen Fall annehmen. Auf die Frage nach dem Anspruch auf einen zweiten Sitz im Bundesrat antwortete Pfister, diese Frage stelle sich dann, wenn Bundesrat Ignazio Cassis oder Bundesrätin Karin Keller-Sutter zurücktreten sollten. «Ich gehe nicht davon aus, dass das noch in dieser Legislatur der Fall sein wird – und wenn, dann wird man diese Frage dann wieder anschauen müssen», so Pfister. Die beiden Kandidaten Die beiden Kandidaten der Mitte sind Deutschschweizer. Der 57-jährige St. Galler Biobauer Markus Ritter hatte seine Kandidatur vergangene Woche angekündigt. Erst am Montagvormittag, sozusagen in letzter Minute, war die Nominierung des Zugers Martin Pfister bekannt geworden. Der auf Bundesebene wenig bekannte Pfister ist 61 Jahre alt und seit 2016 Zuger Gesundheitsdirektor. Ritter gilt als Favorit. Er ist Präsident des Schweizer Bauernverbandes und gilt als einflussreich und gut vernetzt unter der Bundeshauskuppel. Wird er gewählt, wäre er allerdings neben Karin Keller-Sutter (FDP) der zweite St. Galler in der Landesregierung. Mit der Wahl von Martin Pfister würde erst zum dritten Mal überhaupt ein Zuger in die Landesregierung gewählt. Der letzte Zuger im Bundesrat war von 1974 bis 1982 Hans Hürlimann.
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