Zwei Drittel der Jungwölfe des Rügiul-Rudels in Südbünden dürfen getötet werden, wie dem kantonalen Amtsblatt vom Dienstag zu entnehmen ist. Dabei handelt es sich um eine Verfügung, die im Dezember 2023 von Naturschutzorganisationen gestoppt worden war.
Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Kanton St. Gallen Pro Natura, WWF Schweiz und Birdlife Schweiz beantragten damals vor Bundesverwaltungsgericht eine aufschiebende Wirkung.
Vergrämende Wirkung Mit den Abschussverfügungen hätten die Behörden jede Verhältnismässigkeit missachtet und die wichtige Rolle des Wolfs im Lebensraum Wald ignoriert, hiess es damals in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Nun informierte das zuständige kantonale Departement am Dienstagmorgen über die Freigabe zum Abschuss. Bis zu zwei Drittel der Jungwölfe des Rudels dürfen bis zum 31. Januar getötet werden.
Dabei soll auf eine sogenannte vergrämende Wirkung geachtet werden. Die Wölfe sollen direkt aus dem Rudel, möglichst nahe an Nutztierherden, Siedlungen oder stark von Menschen genutzten Anlagen geschossen werden. Abschüsse an Orten, an denen dieser Lerneffekt fehlt, seien zu vermeiden. Entscheide «stossend» Die Einsprache der Naturschutzorganisationen ist noch vor dem Verwaltungsgericht Graubünden hängig. Dennoch gaben die Behörden die Wölfe nun zum Abschuss frei. Dies sei «recht stossend», sagte Armando Lenz von Pro Natura Graubünden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Der Kanton müsse sich ans Gesetz halten, so Lenz weiter. Dass man nun aber alle Rudel regulieren will, unabhängig davon ob es überhaupt Nutztierrisse gab, sei gesetzlich nicht gedeckt. Bei Pro Natura Graubünden habe man aber keine Kapazität, gegen jede Verfügung gerichtlich vorzugehen.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Graubünden will Wolfsbestand um ein Drittel reduzierenAktuelle News aus der Schweiz und der Welt. Nachrichten und Schlagzeilen zu Leben, Unterhaltung und Sport, sowie Witziges und Kurioses.
Weiterlesen »
Gesundheit Schweiz: Über zwei Drittel sind müde und erschöpftGerade einmal 15 Prozent der Schweizer Bevölkerung schätzen ihren Gesundheitszustand derzeit als sehr gut ein, zeigt eine neue Studie.
Weiterlesen »
Über zwei Drittel der Schweizer sind müde und erschöpftNur 15 Prozent der Schweizer schätzen ihren Gesundheitszustand als sehr gut ein. Viele fühlen sich aber müde und erschöpft.
Weiterlesen »
Über zwei Drittel sind müde und erschöpftÜber zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung fühlen sich laut einer Studie müde und erschöpft. Lediglich 15 Prozent der Befragten schätzen derzeit ihren Gesundheitszustand als sehr gut ein.
Weiterlesen »
Zwei Nordwestschweizer Teenager verblüffen in Appenzell, zwei Eidgenossen werden zu PechvögelnDie Nordwestschweizer Delegation hatte mit der Entscheidung um den Festsieg erwartungsgemäss nichts zu tun. Trotzdem verlief der Ausflug nach Appenzell vor allem für zwei Teenager erfreulich und vielversprechend.
Weiterlesen »
Realp UR: Auffahrkollision zwischen zwei Motorrädern – zwei Personen verletztGestern Dienstag, 10. September 2024, kurz vor 10.30 Uhr, fuhr ein 62-jähriger Motorradlenker mit britischem Kontrollschild vom Furkapass herkommend in Richtung Realp.
Weiterlesen »