Trotz vieler Kompromisse scheitern die Verhandlungen der FPÖ und ÖVP zur Bildung einer Regierung in Österreich. Die FPÖ fordert Neuwahlen und wirft der ÖVP vor, sich nur um Macht und Ministerposten zu kümmern. Die ÖVP sieht die Verantwortung für das Scheitern der Koalitionsgespräche bei FPÖ-Chef Herbert Kickl.
FPÖ und ÖVP scheiterten trotz vielen Kompromissen an der Regierung sbildung. Die FPÖ fordert nun Neuwahlen und wirft der ÖVP vor, sich nur um Macht und Ministerposten zu kümmern. Die ÖVP sieht die Verantwortung für das Scheitern der Koalitionsgespräche bei FPÖ -Chef Herbert Kickl. Die Verhandlungen waren von Anfang an von großen Unterschieden in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik geprägt.
Die FPÖ war gegen eine weitere Unterstützung der Ukraine und extrem EU-kritisch, während die ÖVP tief überzeugt von der Europäischen Union ist. Bis zuletzt stritten beide Parteien auch über die Verteilung der Ministerien, weil beide Seiten jeweils das Innen- und das Finanzministerium übernehmen wollten. Insgesamt war in den vierwöchigen Verhandlungen vor allem klar geworden, dass beide Parteien eine sehr unterschiedliche Weltsicht haben. Während die ÖVP auf eine enge internationale Einbindung des Landes setzt, hatte die FPÖ immer wieder die «Festung Österreich» propagiert. Nach dem Scheitern der Koalitionsgespräche sind verschiedene Schritte möglich. Die sozialdemokratische SPÖ und die liberalen Neos hatten für einen zweiten Anlauf von Dreier-Koalitions-Gesprächen mit der ÖVP geworben. Der Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird jetzt entscheiden müssen, welche dieser vier Varianten den Vorzug erhält. Die Zeit drängt, weil Österreich auf Liquiditätsprobleme zusteuert. Das Land hat seit mehr als 100 Tagen eine Regierung, die über keine Mehrheit im Parlament verfügt. Neuwahlen müsste die FPÖ nicht fürchten. Nach ihrem Sieg bei den Parlamentswahlen im Herbst 2024 mit knapp 29 Prozent könnten sie laut Umfragen inzwischen mit sogar 35 Prozent der Stimmen rechnen. ÖVP und SPÖ kämen demzufolge auf jeweils rund 20 Prozent, die Neos auf rund 10 Prozent und die Grünen auf etwa 8 Prozent. Bis zur Bildung einer neuen Regierung bleiben die bisherigen Minister aus ÖVP und Grünen im Amt
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