Die Steilste Seilbahn der Welt: Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst oder ein Katalysator für den Übertourismus?

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Die Steilste Seilbahn der Welt: Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst oder ein Katalysator für den Übertourismus?
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Die neu eröffnete Schilthornbahn in der Schweiz ist mit einer Steigung von 159,4 Prozent die steilste Seilbahn der Welt. Die Bahn verkürzt die Reisezeit zum Schilthorn deutlich und bietet eine beeindruckende Ingenieursleistung. Doch der erhöhte Zustrom von Touristen wirft Fragen nach der Nachhaltigkeit und den Auswirkungen auf die lokale Umwelt und Bevölkerung auf.

Ein Teilstück der Schilthornbahn, das vor kurzem in der Zentralschweiz in Betrieb genommen wurde, ist das jüngste Beispiel für atemberaubende Ingenieurskunst in den Schweizer Alpen. Die Bahn befördert die Fahrgäste zwischen Stechelberg und Mürren mit einer Steigung von bis zu 159,4 Prozent. Das bedeutet, auf jedem horizontal zurückgelegten Meter geht es 1,60 Meter in die Höhe. Die Stoosbahn im Kanton Schwyz, die bisher die steilste Seilbahn der Welt war, hat eine Steigung von 110 Prozent.

Die neue Schilthornbahn mit einer Geschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde überwindet in vier Minuten 775 Höhenmeter. Wegen der extremen Steigung sind die beiden Kabinen an einem je elf Meter langen Arm aufgehängt. Der Betrieb läuft vollautomatisch – es gibt kein Personal an Bord – Kameras und Sensoren sind jedoch immer in Betrieb. In jeder Kabine finden bis zu 85 Personen Platz, und laut Plan sollen bei voller Auslastung 800 Personen pro Stunde befördert werden. Die unterste der drei Etappen, Stechelberg-Mürren, wurde am 13. Dezember eröffnet – ebenso eine der beiden parallel verlaufenden Funifor-Seilbahnen, die den mittleren Abschnitt Mürren-Birg erschliessen. Derzeit ist Birg jedoch der höchste erreichbare Punkt. Das Schilthorn selbst ist bis zum 15. März 2025 nicht zugänglich. Dann wird die erste von zwei Seilbahnen zwischen Birg und dem Schilthorn in Betrieb genommen. Die zweite Seilbahn auf diesem Abschnitt und des gesamten Projekts wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt. Die neue Schilthornbahn wird wahrscheinlich noch mehr Besucher anlocken. Doch während es für die Wirtschaft gut sein mag, 800 Menschen pro Stunde auf den Berg zu befördern, bedroht Übertourismus die Umwelt und die lokalen Gemeinden durch Probleme wie Verkehr, Inflation, Umweltverschmutzung und Abfall. Die Einwohner:innen befinden sich in einer verzwickten Lage: Sie wissen, dass es zwar schwierig sein kann, mit dem ständigen Zustrom von Tagesausflüglern, Skifahrerinnen, Wandererinnen, Gleitschirmfliegern und Base-Jumpern zu leben. Doch dass es gleichfalls unmöglich wäre, ohne sie zu leben. Mürren hat zum Beispiel rund 400 Ganzjahresbewohnende, aber 2000 Hotelbetten.

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