André Wyss leitet mit Implenia den grössten Baukonzern des Landes. Im Interview kritisiert er die Regulierungsdichte in der Schweiz, sagt, warum Implenia früher zu billig offerierte und wie er als neuer Präsident der SBB mit Interessenkonflikten umgehen will.
«Wir haben zu viel Regulierung»: Implenia-Chef will mehr Wohnungen bauen – dank weniger strengem Lärmschutz
Wincasa hat nicht den besten Ruf und wurde auch in dieser Zeitung kritisiert. Wo steht die Firma heute? Die Klage über länger dauernde Bewilligungsverfahren hört man in der Industrie oft. Wo liegen die Probleme? Die Bevölkerung wächst. Es gibt zwei Möglichkeiten: Ausdehnung in die Breite oder in die Vertikale. Besonders in den Städten macht es Sinn, in die Höhe oder Tiefe zu bauen. Der Trend geht eindeutig in diese Richtung. Leider gibt es viele veraltete gesetzliche Grundlagen, die das Bauen in die Höhe in der Schweiz erschweren.Ja, klar. In Basel, Zürich oder Genf sieht man das deutlich, diese Städte sind sehr urban. Junge Menschen zieht es dorthin.
Wir unterschreiben heute Verträge nicht mehr, die wir früher akzeptiert hätten. Wir mussten in den Jahren 2018 bis 2020 aus früheren Projekten viele Wertberichtigungen vornehmen. Die grossen Ausreisser haben wir mittlerweile eliminiert, ein zweites Letzigrund gibt es nicht. Dafür haben wir unseren Value-Assurance-Prozess eingeführt. Es gibt immer Projekte, die besser oder schlechter laufen, aber keine massiven Abweichungen mehr.
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Implenia-Chef André Wyss will mehr Wohnungen dank weniger strengem LärmschutzAndré Wyss, Chef des grössten Baukonzerns der Schweiz, kritisiert in einem Interview die Regulierungsdichte in der Schweiz und fordert mehr Wohnungen durch einen relaxierten Lärmschutz. Er spricht auch über frühere Preispolitik von Implenia und seine Pläne als neuer Präsident der SBB mit Interessenkonflikten umzugehen.
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