Er ist der neue starke Mann bei der SNB: Martin Schlegel. Gleich nach Amtsantritt liess er mit einer deutlichen Zinssenkung aufhorchen. Was entgegnet er auf die Kritik, die Nationalbank habe ihr Pulver zu früh verschossen?
Von einer hohen Inflation ist die Schweiz in den vergangenen Jahren verschont geblieben – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. So hat die Schweizerische Nationalbank ihre Zinsen auch nie in solche Höhen geschraubt wie die Zentralbanken der USA oder der EU.
Martin Schlegel: Wir haben im Dezember einen Zinsschritt von 1 auf 0.5 Prozent gemacht. Wir sind also einen halben Prozentpunkt hinuntergegangen mit den Zinsen. Der Inflationsdruck hatte deutlich abgenommen. Auch die Inflation selbst hat uns immer wieder nach unten überrascht. Das hat gezeigt, dass wir einen relativ deutlichen Schritt machen müssen.Dieses Jahr wird die Inflation relativ tief sein, sogar in der Nähe von null.
Ein Zuschauer hat mir geschrieben: «Wie hoch schätzt Martin Schlegel die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Leitzins im Juni bei 0 Prozent liegt?» Sie haben noch zwei Zinsentscheide, im März und im Juni. Wenn Sie jedes Mal um einen Viertelpunkt senken, wären Sie im Juni bei 0 Prozent.Auch was im März ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Dann trifft sich das Direktorium wieder.
Wir können Negativzinsen nicht ausschliessen. Ein weiterer Zuschauer hat geschrieben: «Wenn wir so nahe bei null sind, könnte es wieder Negativzinsen geben. Und diese wären erneut ein fataler Fehler. Eigentlich wären längst höhere Zinsen angebracht.»
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