Schlegel im Interview: Risiken am Immobilienmarkt und die Zukunft der Schweizerischen Nationalbank

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Martin Schlegel, neuer Chef der Schweizerischen Nationalbank, spricht über die Lehren aus dem Zusammenbruch der Credit Suisse, die Herausforderungen der Geldpolitik und die Risiken am Immobilienmarkt.

Martin Schlegel , seit wenigen Monaten Chef der Schweizerischen Nationalbank, sprach in Davos mit CH Media über seine neue Position, die Risiken am Immobilienmarkt und die Lehren aus dem Zusammenbruch der Credit Suisse . Im März 2023, als Schlegel noch Vizepräsident der Nationalbank war, hatte die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) berichtet, dass er sich für eine temporäre Verstaatlichung der Credit Suisse ausgesprochen hatte.

In unserem Interview befasst sich Schlegel erstmals mit diesem Thema und sagt: «Ich stehe zu 100 Prozent hinter der Lösung, die getroffen wurde», die Notübernahme der CS durch die UBS. «Damals gab es eine Reihe verschiedener Varianten, es waren alles schlechte Lösungen, und man wählte die am wenigsten schlechte.» Schlegel möchte die Berichte der PUK weder bestätigen noch dementieren.Schlegel äußert sich auch zur Geldpolitik. Auf die Frage, ob wieder Negativzinsen drohen, erklärt der SNB-Chef, dass die Inflation bei 0,6 Prozent und auch die Prognosen im preisstabilen Bereich lägen. Das sei aber nicht garantiert, man müsse wachsam bleiben. «Sollte die Lage es erfordern, könnten Negativzinsen wieder eingeführt werden.» Er betont zugleich: «Niemand – auch die SNB nicht – mag Negativzinsen.» Schlegel ist erst seit Oktober 2024 im Amt, als Nachfolger von Thomas Jordan. Er konnte bereits eine gute Nachricht überbringen: Die Nationalbank schüttet 3 Milliarden Franken an Bund und Kantone aus, dies nach einem Jahresgewinn von 80 Milliarden Franken. Wie Jordan bleibt Schlegel aber zurückhaltend und sagt: Es könne auch wieder grosse Verluste geben. 2022 hatte die SNB ein Defizit von 132 Milliarden Franken ausgewiesen. «Daher ist es wichtig, dass die Nationalbank über ausreichend Kapital verfügt.» Die aktuelle Vereinbarung über Ausschüttungen läuft Ende 2025 aus, und es werde eine neue Vereinbarung mit dem Bund getroffen werden. Schlegel sendet keine Signale aus, die darauf hinweisen, dass Bund und Kantone künftig mit einer grosszügigeren Ausschüttungspolitik rechnen können. «Vorrang hat immer die Preisstabilität.» Im Gespräch warnt Schlegel zudem vor Risiken am Immobilienmarkt, wo die Preise jüngst gestiegen sind. «Mit den aktuell wieder niedrigeren Zinsen hat die Dynamik zugenommen», sagt er. Diese Entwicklung sei nicht durch Fundamentalfaktoren erklärbar. «Das macht den Markt anfällig für Korrekturen.

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