Rohstoffriese Trafigura für Bestechung verurteilt - Millionenbuße und Haftstrafen

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Rohstoffriese Trafigura für Bestechung verurteilt - Millionenbuße und Haftstrafen
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Das Bundesstrafgericht in Bellinzona verurteilte die Rohstofffirma Trafigura und drei Personen wegen Bestechung ausländischer Amtsträger. Der Konzern muss Millionen an den Bund abliefern und Strafen zahlen. Ein ehemaliger Topmanager muss ins Gefängnis.

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona verhängte am Freitag Schuldsprüche gegen die Rohstofffirma Trafigura und gegen drei Personen. Der Konzern mit Hauptsitz in Singapur soll gut 145 Millionen Dollar an ungerechtfertigten Gewinnen an den Bund abliefern sowie eine Busse von drei Millionen Franken bezahlen. Der ehemalige Trafigura -Manager Mike Wainwright, der in Genf lebt, erhält vor allem wegen Bestechung fremder Amtsträger eine Haft strafe von 32 Monaten. 12 Monate davon soll er absitzen.

Die Bundesanwaltschaft warf dem Milliardenkonzern vor, er habe zu wenig getan, um Korruption zu vermeiden. So sei zwischen 2009 und 2011 «ein Korruptionsschema» aufgezogen worden, um Erdölgeschäfte in Angola zu befördern. Dadurch sei ein Gewinn von 144 Millionen erzielt worden. Laut Anklage flossen Schmiergelder von etwa 5 Millionen Euro an den damaligen CEO der staatlichen Erdölgesellschaft Angolas. Dieser gehörte in Bellinzona zu den Angeklagten. Er fasste eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten, 14 Monate soll er absitzen. Der vierte Angeschuldigte, ein früherer Mitarbeiter von Trafigura, erhielt 24 Monate Haft bedingt. Die Bundesanwaltschaft nahm das noch nicht rechtskräftige Urteil «als wichtigen Verfahrensschritt mit Zufriedenheit zur Kenntnis». Es handle sich «um die erste Verurteilung eines Unternehmens durch ein Schweizer Gericht wegen Bestechung ausländischer Amtsträger». Das sei ein «starkes Signal» und zeige die Entschlossenheit der Bundesanwaltschaft, «alle Formen der grenzüberschreitenden Korruption» zu bekämpfen. Gar nicht zufrieden ist der verurteilte frühere Topmanager Wainwright. Sein Anwalt Daniel Kinzer sagte, das Urteil entbehre der Grundlage. Das Gericht habe Beweise dafür ausser Acht gelassen, dass Wainwright «in keinerlei Bestechungsschema involviert war». Er habe nie jemanden bestochen und werde in Berufung gehen. Für alle Fälle fügte der Genfer Anwalt auch noch an: Laut Schweizer Gesetz und Praxis könne eine Strafe von 12 Monaten unter elektronischer Überwachung absolviert werden. Also zu Hause mit Fussfesseln. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung

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