Eine Schätzung zeigt erstmals, wie hoch die Kosten für die Sanierung der belasteten Böden und Grundwasserfassungen ausfallen könnten. Im Aargau wurde mit dieser Arbeit bislang noch nicht begonnen. Derzeit beprobt der Kanton zahlreiche Felder.
PFAS-Chemikalien: Wie viele Böden im Aargau belastet sind und wer die teuren Sanierungen bezahlen muss
PFAS sind eine grosse Gruppe von Industriechemikalien, die unter anderem in Pfannen, Kosmetika, Outdoorkleidung und Löschschäumen vorkommen und sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind erst für manche Stoffe erforscht. Studien weisen etwa darauf hin, dass sie krebserregend sind oder die Wirkung von Impfungen verschlechtern können.
Das BAFU wollte die Hochrechnung gegenüber SRF nicht kommentieren. Bisher seien rund 50 bis 100 Millionen für PFAS-Sanierungen ausgegeben worden, hiess es. Über die zukünftigen Kosten könnten keine verlässlichen Angaben gemacht werden, da noch zu wenig Informationen vorlägen. SRF hat daher bei allen Kantonen nachgefragt, wie viel sie über die Belastung schon wissen und wie sie bei der Sanierung vorankommen.
Im Gegensatz zu den Kantonen St.Gallen, Genf und Tessin wurde im Aargau bisher noch keine Sanierung in Angriff genommen. Kompliziert ist dabei auch die Frage der Finanzierung. Wenn die Ursache der Belastung auf einen privaten Verursacher zurückgeführt wird, ist die Sache klar. Schwierig werde es, wenn dieser nicht mehr existiere oder zahlungsunfähig sei, schreibt Loretan. Dann müsse die öffentliche Hand einspringen.
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