Wie viel Geld sollen Nato-Staaten ins Militär investieren? Darüber wird am Nato-Sitz in Brüssel, in Europas Hauptstädten und in Washington fast täglich diskutiert. Trumps Rückkehr als US-Präsident befeuern die Auseinandersetzung zusätzlich.
Spanien und Italien investieren kaum 1.5 Prozent des Bruttoinlandprodukts in ihre Verteidigung. Sie verfehlen das verbindliche Nato-Ziel deutlich. Andere Allianzmitglieder wie Deutschland, Frankreich oder Grossbritannien bewegen sich bei den geforderten zwei Prozent. Etliche osteuropäische Länder, allen voran Polen mit gut vier Prozent, liegen gar deutlich darüber. Sie gelten als Musterschüler.
Sicherheit wird teurer für die Europäer Mehr Geld bringt mehr Schlagkraft, zweifellos – jedoch weder automatisch noch linear. Die Europäer werden nie mehr so billig so viel Sicherheit bekommen wie in den Jahren nach dem Mauerfall. Damals war die Welt eine andere, eine friedlichere. Die sogenannte Friedensdividende fällt also weg. Normal werden dürften wieder Militärausgaben auf dem Niveau des Kalten Krieges.
Die Unterschiede zwischen den Ländern sind riesig Dazu kommt: Prozentzahlen zu den Rüstungsausgaben trügen. So dient etwa im Fall der USA nur ein Teil des Militärpotenzials der Verteidigung Europas. Frankreich muss auch seine Überseegebiete im Indischen Ozean, im Pazifik, in der Karibik schützen – das erhöht die europäische Sicherheit nicht.
Engere Zusammenarbeit wäre nötig Es bringt wenig, ganz rasch hunderte von zusätzlichen Milliarden in die Aufrüstung zu stecken. Rüstungsprojekte dauern Jahre, grosse Vorhaben sogar Jahrzehnte. Von heute auf morgen lassen sich nirgends zehntausende von Soldaten rekrutieren und trainieren. In Demokratien ist dies langwierig, Diktaturen wie Russland sind da schneller.
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