Nach einem starken Anstieg im Zuge des Ukraine-Krieges sind die Kerosinpreise deutlich gesunken. Dies entlastet die Fluggesellschaften, die mit rund 30 Prozent der Gesamtausgaben für Treibstoff aufkommen. Allerdings mindert eine sinkende Nachfrage nach Diesel, die zu einem Überschuss an Kerosin in den Raffinerien führt, den Vorteil.
Kerosin ist nur noch halb so teuer wie kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs. Das entlastet die Fluggesellschaften deutlich. Doch ein anderer Effekt macht einen Teil dieses Vorteils zunichte. Flugzeugbetankung: Treibstoff ist wieder günstiger. Ab März 2022 war alles anders. Nachdem Russland am 24. Februar die Ukraine angriff, herrschte Krieg und es folgten Sanktionen. Und das hatte große Auswirkungen auf den Ölpreis. Denn der Preis für Kerosin hängt direkt mit dem Ölpreis zusammen.
Mit rund 30 Prozent ist Treibstoff für Airlines eine der Hauptausgaben. Auch der gestiegene Ölpreis war – neben einer hohen Nachfrage bei geringen Kapazitäten – ein Grund, warum die Ticketpreise anstiegen. Doch inzwischen sieht es wieder ganz anders aus. Der Ölpreis liegt inzwischen wieder unter dem von Januar 2022 – vor Ausbruch des Krieges. Und das trifft auch auf den Kerosinpreis zu. Kostete der Treibstoff die Airlines im Januar 2022 rund 100 Dollar pro Fass, waren es im Juni 2022 sogar über 180 Dollar. Aktuell liegt er wieder bei etwas unter 90 Dollar. Der Airline-Dachverband Iata diagnostiziert allerdings weiterhin ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, das das von beiden Seiten beeinflusst wird: Es herrscht ein reichliches Angebot, während die Nachfrage nach Ölprodukten sinkt. Letzteres ist laut den Analysen wesentlich auch durch eine Entwicklung auf den Straßen Chinas beeinflusst. Denn dort sind vermehrt LKW im Einsatz, die mit Flüssigerdgas betrieben werden. Der Anteil dieser Laster an den Gesamtverkäufen betrug 2024 30 Prozent. 2023 waren es noch zehn Prozent. Die Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Die Nachfrage nach Diesel hat daher deutlich abgenommen und das wirkte sich auch auf Flugzeugtreibstoff aus. Weil Diesel und Flugzeugtreibstoff in denselben Raffinerie hergestellt werden können, nutzten die Betreiber die freien Kapazitäten für mehr Kerosin, im Jargon Jet Fuel 1A genann
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