Da sich PFAS-Chemikalien unter anderem auch in fluorhaltigen Skiwachsen befinden, haben drei Kantonsräte nun in einer Interpellation nach der PFAS-Belastung in St.Galler Wintersportgebieten gefragt. Eine Problematik, die bei manchen Bergbahnbetreibern in der Region noch nicht angekommen ist.
«Habe ich noch nie etwas davon gehört»: PFAS-Belastungen auf Toggenburger Skipisten sind bei Bergbahnbetreibern nicht bekannt
Die drei St.Galler Kantonsräte Daniel Bosshard, St.Gallen, Andreas Bisig, Rapperswil-Jona, und Anita Wyss-Vilters, Wangser, haben daher am 16. September eine Interpellation zur Problematik von PFAS-Belastungen in Wintersportgebieten eingereicht. Auf die allgemeine Reinigung der Skipisten nach einer Saison angesprochen, sagt Gantenbein: «Jedes Frühjahr entfernen bis zu zehn Mitarbeiter in aufwendiger Handarbeit die Skipisten von dem Müll, der sich während der Saison angesammelt hat.» Darunter Dinge wie Taschentücher, Lippenpflegestifte oder anderer Kleinkram, der Skifahrerinnen und Skifahrern aus der Tasche gefallen sei. Doch speziell auf chemische Rückstände wie PFAS werde dabei nicht geachtet.
PFAS-Belastung von Naturschutzgebieten innerhalb von Wintersportgebieten systematisch zu erfassen, sei zudem noch kein Thema. Für die Regierung stehe der Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Versorgung mit unbedenklichen Lebensmitteln an erster Stelle. Massnahmen, um eine mögliche PFAS-Belastung von Naturschutzgebieten innerhalb von Wintersportgebieten zu verhindern oder zu minimieren, seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.
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