Eine Studie untersucht die Ursachen und Folgen einer verheerenden Flutkatastrophe in Sikkim, Indien, im Oktober 2023, die durch einen Gletscherseeausbruch ausgelöst wurde. Die Ergebnisse zeigen die zunehmende Gefahr von solchen Ereignissen im Zuge des Klimawandels und unterstreichen die Notwendigkeit von Frühwarnsystemen.
Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlichte Studie untersucht die Ursachen und Folgen einer verheerenden Flutkatastrophe, die im Oktober 2023 das indische Sikkim heimsuchte. Das Unglück ereignete sich am 3. Oktober, als 14,7 Millionen Kubikmeter gefrorenes Moränen material in den südlichen Lhonak-See stürzte und eine bis zu 20 Meter hohe Flutwelle auslöste.
Der anschliessende Dammbruch eines Gletschersees setzte weitere 50 Millionen Kubikmeter Wasser frei – genug, um 20'000 olympische Schwimmbecken zu füllen. Die Flutkatastrophe forderte laut der Studie mindestens 55 Todesopfer, 74 Personen werden noch immer als vermisst gemeldet. \Die Wissenschaftler nutzten fortschrittliche Methoden, um die Dynamik und Auswirkungen der Katastrophe zu analysieren. Die Studie zeigt, dass die Moräne bereits Jahre vor dem Ereignis instabil war, mit Verschiebungen von bis zu 15 Metern pro Jahr. Als Ursache wird das Auftauen des Permafrosts angesehen. Die Forschenden betonen, dass ähnliche Katastrophen in Zukunft wahrscheinlicher werden, da steigende Temperaturen das Risiko von Gletscherseeausbrüchen erhöhen. \Um mit solchen Katastrophen künftig besser umgehen zu können, ist es laut den Wissenschaftlern von zentraler Bedeutung, zu verstehen, was sie auslöst. Die Studie unterstreicht deshalb die Notwendigkeit von besseren Frühwarnsystemen, um die Gefahren im Zusammenhang mit Gletscherseeausbrüchen besser zu antizipieren und potenziellen Opfern zu helfen.
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