Nach dem wiederholten Durchschneiden von Unterwasserkabeln in der Ostsee, verdächtig durch russische Schiffe, reagieren die finnischen Behörden mit Schnellangriffen und verstärkter Überwachung. Das finnische Militär durchsuchte ein russisches Tanker, das im Zusammenhang mit dem neuesten Kabelanschlag steht, und Ermittler gehen von Sabotage aus. Die NATO kündigte an, ihre Präsenz in der Ostsee zu verstärken, um kritische Infrastruktur zu schützen.
Nachdem mutmasslich ein russisches Schiff erneut mehrere Kabel in der Ostsee gekappt hat, greifen die finnischen Behörden zu drastischen Massnahmen.Rund um die Ostsee haben sie längst aufgehört, an Zufälle zu glauben. Oder an Unfälle. Als am 25. Dezember zwischen Finnland und Estland gleich fünf Unterwasserkabel – eine Strom- und vier Internetleitungen – unterbrochen wurden, nahm die finnische Polizei sofort Ermittlungen wegen schwerer Sabotage auf.
Mit Ankern lassen sich Kabel am einfachsten kappen. Dies geschah bereits mehrfach, nachweislich durch ein chinesisches Containerschiff im Herbst 2023, als eine Gaspipeline sowie mehrere Internetkabel beschädigt wurden. Auch beim chinesischen Frachter «Yi Peng 3» gehen Ermittler davon aus, dass dieser im November auf dem Weg von Russland zwei Datenkabel zwischen Finnland und Deutschland sowie Schweden und Litauen mit seinem Anker gekappt hat.
Die Tanker sind in der Regel nicht versichert, bei einer Havarie und Meeresverschmutzung könne niemand finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Erst vor zwei Wochen hat deshalb die EU beschlossen, diese Schiffe künftig zu kontrollieren und nach Versicherungspapieren zu fragen. Experten befürchten, dass Moskau im Gegenzug anfangen könnte, die für Russland wichtigen Treibstofflieferungen mit Kriegsschiffen zu schützen.
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