Die Schweizer Biathlon-Hoffnungsträgerinnen: Amy Baserga und Lena Häcki-Gross

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Die Schweizer Biathlon-Hoffnungsträgerinnen: Amy Baserga und Lena Häcki-Gross
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Im ersten Einzelrennen der Biathlon-WM in der Lenzerheide sind Lena Häcki-Gross und Amy Baserga die grössten Schweizer Trümpfe. Beide Zentralschweizerinnen dürfen auf eine Überraschung hoffen.

Im ersten Einzelrennen der Biathlon -WM in der Lenzerheide sind Lena Häcki-Gross und Amy Baserga am Freitag die grössten Schweizer Trümpfe. Beide Zentralschweizerinnen dürfen auf eine Überraschung hoffen. Wer ist denn nun die Nummer eins im Team? Eigentlich hatte man Anfang Saison ja nicht damit gerechnet, dass sich diese Frage überhaupt stellt.Nein, eine Streitgeschichte wird das hier nicht.

Es geht nicht um ein teaminternes Duell zweier Widersacher à la Peter Müller und Pirmin Zurbriggen seinerzeit in den 1980er-Jahren bei den Alpinen. Die Stimmung im Schweizer Biathlonteam ist gut, ganz generell, aber eben auch zwischen den grössten Schweizer Hoffnungsträgerinnen Amy Baserga und Lena Häcki-Gross. So ist der Eindruck von aussen, so sagen es aber auch die Athletinnen selbst. Als Beispiel kann die Situation nach der WM-Mixed-Staffel vom vergangenen Mittwoch herhalten, als Lena Häcki-Gross nach ihrem Einsatz mit einem Schmunzeln erzählte, wie sie zum Frühstück kaum einen Bissen runtergebracht hatte und Amy Baserga sie fragte: «Im Ernst jetzt? Du bist schon so viele Jahre dabei und bist immer noch nervös?» Nach Konkurrenzdenken und «Trash-Talk» tönte das nicht, sondern nach Feixerei unter guten Teamkolleginnen.Die beiden starten am Freitag in der Lenzerheide im WM-Sprint, beide mit dezenten Medaillenchancen. Und beide mit der Hoffnung auf eine gute Rangierung, weil in den kommenden Tagen vieles davon abhängt: In der WM-Verfolgung wird den Sprint-Rückständen entsprechend gestartet. Zudem gilt es, sich mit guten Resultaten für das Massenstartrennen in einer Woche aufzudrängen. Am Anfang dieser Saison hatte niemand damit gerechnet, dass die beiden mit ähnlich grossen Ambitionen in die WM starten würden. Die 29-jährige Häcki-Gross war die Etablierte, hatte einen problemlosen Trainingssommer hinter sich und startete mit dem guten Gefühl zweier Weltcupsiege aus der Vorsaison in den Winter. Die fünf Jahre jüngere Amy Baserga hingegen hatte sich nach einer Operation am Handgelenk zurückhalten müssen im Training. Dennoch war es die Einsiedlerin Baserga, die bald schon die besseren Resultate erreichte und mit den Rängen 8, 7 und 3 immer wieder in die Weltspitze lief. Bei der Engelbergerin Häcki-Gross hingegen haperte es zum Saisonstart besonders bei den Laufzeiten, eine Erkältung zwischen Weihnachten und Neujahr warf sie weiter zurück. Zum Vergleich: Ihre drei besten Weltcup-Ränge in diesem Winter lauten 9, 10 und 14. Zuletzt in Antholz aber zeichnete sich ein Aufwärtstrend ab. «Das Gefühl auf der Loipe war endlich wieder gut.» Rechtzeitig vor der WM.Und so hegen beide Hoffnungen, vielleicht sogar eine Überraschung bieten zu können im Sprintrennen. Auf der teaminternen Poleposition dürfte man weiterhin Baserga sehen. In der Mixed-Staffel vom Mittwoch erreichte sie eine bessere Zeit in ihrer Ablösung, Häcki-Gross dafür bei der Frauenstaffel im Weltcup vor bald drei Wochen in Antholz. Wie auch immer: «Wir pushen uns mit unseren Leistungen und wir freuen uns füreinander», sagt Häcki-Gross. «Ein Duell um die Nummer eins gibt es nicht.» Und schliesslich sind da ja auch noch andere Athletinnen, die sich zuweilen in die Weltspitze schieben: Aita Gasparin hat in dieser Saison ebenfalls einen Top-Ten-Rang im Weltcup vorzuweisen, wurde in Antholz Achte in der Verfolgung.Häcki-Gross und Baserga stammen beide aus der Zentralschweiz, haben aber auch darüber hinaus einige Gemeinsamkeiten, wie Baserga sagt: «Wir sind beide zielstrebig, aber auch sehr lebensfroh, wach und laut.» Deutliche Unterschiede zeigen sich aber in den Wettkämpfen. Baserga gilt als beste Schützin im Weltcup und als äusserst nervenstark. Häcki-Gross brillierte zunächst vor allem auf der Loipe, hatte zuweilen am Schiessstand mit der Konzentration zu kämpfen. Etwas, das sie ablegen musste, um überhaupt zur Podestläuferin werden zu können. Amy Baserga gilt als nervenstarke Schützin, in der Single-Mixed-Staffel an der Heim-WM unterliefen ihr beim Liegendschiessen aber zwei Fehler – was bei ihr sehr aussergewöhnlich ist.Unterschiede offenbaren sich aber auch, wenn die beiden Athletinnen das Hotelzimmer teilen. Baserga bezeichnet sich als die Ordentliche, die Kontrollierte. Und Häcki-Gross bestätigt, dass bei ihr oft alles «all over the place» liege. «Amy ist ein Ordnungsfreak», sagt sie. «Lena ist etwas chaotisch», sagt Baserga. Ein Wortgefecht, das zeigt, wie gut sich die beiden verstehen.

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