Philomena Colatrella, CEO der CSS, spricht in einem Interview über die Herausforderungen und Chancen der Schweizer Gesundheitsversorgung. Sie beleuchtet die hohen Kosten, insbesondere die steigenden Preise für neue Medikamente und Therapien, und diskutiert neue Preismodelle und die Definition von Gesundheitsleistungen versus Wellbeing.
Philomena Colatrella ist die Chefin der in Luzern ansässigen CSS mit 2800 Mitarbeitern. Sie spricht über die hohen Kosten der Fettwegspritzen, neue Modelle für eine bessere Versorgung - und die finanzielle Situation der grössten Krankenkasse der Schweiz. Ein turbulentes Jahr hat die CSS hinter sich: Der grösste Grundversicherer der Schweiz feierte sein 125-jähriges Bestehen.
Die CSS hielt aber nicht nur Geschenke bereit, sondern musste auch die Prämien relativ stark erhöhen, weil die Reserven tief sind. CEO Philomena Colatrella ist aber voller Zuversicht, nachdem die Bevölkerung im November einer wichtigen Gesundheitsreform zugestimmt hat. Sie sagt, was die Kosten am stärksten treibt, was Gesundheits-Apps können und was 2025 zu tun ist.Es gab starke Nachholeffekte nach der Pandemie. Dazu kam ein politisch bestellter Reserveabbau. Weiter war 2022 ein schlechtes Jahr an den Finanzmärkten. Das hat sich wiederum negativ auf die Reserven ausgewirkt. Und schliesslich ja, - wir sehen, dass die Gesundheitskosten seit dem Ende der Covid-Pandemie noch stärker steigen als zuvor, es gibt keine Erholung – bis letzte Woche!Häufigere Arztbesuche, grosses Kostenwachstum im Bereich der psychischen Erkrankungen, bei der Pflege und im ambulanten Bereich. Der grösste Kostentreiber ist aber die Innovation.In den letzten zehn Jahren machten neue Technologien einen Drittel des Kostenanstiegs aus. Damit sind neue Medikamente und neue Therapien gemeint. Die sind freilich wichtig, weil sie Leben retten oder verlängern. Hier müssen wir das Kostenwachstum aber mit neuen Preismodellen bremsen. Das Parlament beschäftigt sich aktuell mit dieser Thematik, es werden unter anderem Rabattierungsmodelle diskutiert. Wir müssen aber auch definieren, welche Leistungen für Gesundheit und welche für Wellbeing sind und wie wir damit umgehen wollen.Zum Beispiel. Die Ausgaben für diese Produkte steigen sehr stark. Die CSS budgetiert für 2025 allein für Wegovy 50 Millionen Franke
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