Der Bund will in den nächsten Jahren vor allem in drei Bereichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorgehen: Ursachenbekämpfung, Weiterbildung und Schutz vor sexualisierter Gewalt. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider hat die Massnahmen vorgestellt.
Darum geht es: In der Schweiz stirbt jeden zweiten Monat eine Frau durch Gewalt. Alleine im Kanton Zürich rückt die Polizei pro Tag 20 Mal wegen häuslicher Gewalt aus. Dies sei «unerträglich», sagt Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider am internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Jurassierin präsentierte vor den Medien in Bern den Zwischenbericht über den Aktionsplan 2022-2026 der Schweiz zur Umsetzung der Istanbul-Konvention.
Der Nationale Aktionsplan der Schweiz Box aufklappen Box zuklappen Der Nationale Aktionsplan 2022-2026 der Schweiz zielt darauf ab, die Istanbul-Konvention umzusetzen. Er umfasst 44 Massnahmen, um Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu reduzieren. Dabei konzentriert er sich auf drei Schwerpunkte:
Der Mehrwert der Notfallnummer: Die zentrale Telefonnummer sei rund um die Uhr verfügbar und kostenlos, sagt Martin Allemann, zuständiger Fachbereichsleiter im Generalsekretariat der SODK. «Die kantonal anerkannten Opferberatungsstellen haben ihre eigenen Telefonnummern und nicht alle sind 24/7 erreichbar.» Damit würden sie nicht den Anforderungen der Istanbul-Konvention entsprechen.
So wird Gewaltopfern geholfen: Die zentrale Opferhilfe-Telefonnummer ermögliche es Betroffenen, schnell Unterstützung zu erhalten, sagt Allemann. «Die Anrufenden erhalten eine Basisberatung. Dabei geht es darum, der Person zuzuhören und sie zu stabilisieren sowie relevante Basisinformationen zu vermitteln.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Bund will die Ursachen der Gewalt gegen Frauen angehenDer Bund will sich um Ursachenbekämpfung, Weiterbildung und Schutz vor sexualisierter Gewalt kümmern.
Weiterlesen »
Schweiz: Bund präsentiert Aktionsplan gegen Gewalt an FrauenAm Samstag protestierten in Bern Tausende gegen patriarchale Gewalt. Nun haben die Behörden festgelegt, wo genau Handlungsbedarf besteht.
Weiterlesen »
«Diese Art von Gewalt entwickelt sich oft schleichend»: Aktionstage machen auf psychische Gewalt aufmerksamZwei Luzerner Politikerinnen engagieren sich bei der Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Sie erklären, was eine solche Aktion bringt und warum Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist.
Weiterlesen »
Strom: Schwimmende Solarparks sind laut Bund ein RisikoFotovoltaikanlagen auf Stauseen können durchaus Schaden anrichten. Trotzdem fehlen Vorschriften. Nun reagiert der Bund – und bewilligt vorerst keine Anlagen mehr.
Weiterlesen »
Justiz-Podcast «Dritte Gewalt»: Ausweis zeigen!Eine Polizeikontrolle eskaliert. Der Kontrollierte – ein Schwarzer Mann – kämpft vor Gericht gegen Racial Profiling.
Weiterlesen »
Gewalt gegen Kinder: Warum häufen sich Attacken?Am Sonntag verletzte ein 25-Jähriger in Schaffhausen zwei Kinder. Die jüngste Attacke ist eine von drei Angriffen auf Kinder im öffentlichen Raum in zwei Monaten. Was ist hierzulande los?
Weiterlesen »