Der Thurgauer Türenhersteller Arbonia konnte 2024 dank Übernahmen sein Umsatz steigern. Doch die Schwächung der deutschen Baukonjunktur und die mittelfristigen Ziele stellen eine Herausforderung dar.
Arbonia , der thurgauische Türenhersteller , hat 2024 weitere Gewinne erzielt, doch die mittelfristigen Ziele sind noch in weiter Ferne. Der Umsatz stieg um gut 10 Prozent auf 556 Millionen Franken, was maßgeblich durch die Übernahme der Türenhersteller Dimoldura aus Spanien und Lignis aus Tschechien angetrieben wurde. Wären diese Unternehmen das ganze Jahr bei Arbonia gewesen, hätte der Umsatz 604 Millionen Franken betragen.
Bereinigt um die Zukäufe und Währungseffekte wäre der Umsatz jedoch um 5,4 Prozent gesunken, hauptsächlich aufgrund der schwächeren Entwicklung des wichtigsten Marktes Deutschland.Der deutsche Wohnungsbau ist rückläufig, Lohnkosten und Finanzierungskosten sind hoch. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg hingegen um 22 Prozent auf 42 Millionen Franken. Die Marge erhöhte sich von 6,8 auf 7,5 Prozent, also genau in der Mitte des für 2028 angestrebten Ziels. Positive Sondereffekte von netto 24,6 Millionen Franken, darunter der Verkauf des Areals der Zelgstrasse in Arbon für 29 Millionen Franken, trugen zu diesem Ergebnis bei. Die Pro-forma-Marge inklusive Dimoldura und Lignis betrug 8,1 Prozent, rein fürs Türengeschäft ohne übergeordnete Unternehmenskosten 9,7 Prozent. Arbonia hat im Februar 2025 die Division Climate mit Heizkörpern, Wärmepumpen und Lüftungen verkauft. Der Heizkörperwerkverkauf in Russland wurde im März 2025 für 14 Millionen Euro abgeschlossen. In den nächsten zwei Jahren sollen nicht betriebsnotwendige Immobilien für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag verkauft werden. Aktionäre sollen für 2023 und 2024 sowie als Beteiligung am Erlös der Division Climate und als Ersatz für das angekündigte Aktienrückkaufprogramm insgesamt 5,83 Franken pro Aktie erhalten. Arbonia blickt auf 2025 mit vorsichtigem Optimismus und rechnet mit einem Wachstum zwischen 3 und 5 Prozent auf dem letztjährigen Pro-forma-Umsatz von 604 Millionen Franken
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