In nur drei Wochen starben drei Gefangene in Schweizer Haftanstalten. Menschenrechtler warnen vor unhaltbaren Bedingungen und fordern Reformen.
2022 lag die Suizidrate im Schweizer Strafvollzug klar über dem europäischen Durchschnitt.Aktivisten fordern mehr Aussenkontakte und Gruppenvollzug, um Suizide zu verhindern.50-jähriger GefangenerTatsache ist: Ein Bericht des Europarates vom Sommer 2024 legt nahe, dass die Suizidrate in Schweizer Haftanstalt en vergleichsweise hoch ist.
Die Rechtsanwältin kritisiert insbesondere die Untersuchungshaft. Obschon Menschen in diesem Haftregime rechtlich als unschuldig gelten, seien die Bedingungen «unhaltbar». Humanrights.ch fordert deshalb wo immer möglich die Umsetzung des Gruppenvollzugs. Zudem brauche es mehr Sensibilität seitens der Staatsanwaltschaften.
Sie vertritt die Ansicht, Zelleneinschlüsse von mehr als 20 Stunden pro Tag seien «grundrechtswidrig».Laut Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren sind die meisten Feststellungen des NKVF-Berichts «auch heute noch relevant». Er verweist etwa auf die laufenden Modellversuche in den Kantonen Bern und Zürich. Diese zielen darauf, Ressourcen der Inhaftierten wie deren Arbeitsstelle und Familienstrukturen zu erhalten. Zudem sollen Haftschäden verhindert werden.«In diesem Jahr gab es so viele Suizide wie sonst nie in den letzten zehn Jahren. Im langjährigen Durchschnitt ist die Selbstmordrate in der Schweiz deutlich tiefer.
Haftanstalt Todesfälle Haftbedingungen Strafvollzug U-Haft
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