In der ukrainischen Stadt Mykolajiw sind nach einem russischen Angriff auf ein Heizkraftwerk über 100.000 Menschen von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Europäische Länder beraten am Montag über die Ukraine-Krise. Die Verhandlungen über Frieden in der Ukraine nehmen Fahrt auf: US-Außenminister Marco Rubio und ranghohe Vertreter Russlands wollen in Saudi-Arabien über ein Ende des Krieges sprechen. Ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin ist ebenfalls geplant.
Seit Ende Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine . In der Großstadt Mykolajiw im Süden der Ukraine sind Behördenangaben zufolge durch den russischen Beschuss eines Heizkraftwerks über 100.000 Menschen von der Wärmeversorgung abgeschnitten. «Dies ist ein weiterer klarer Beweis dafür, dass Russland gegen unsere Bevölkerung und gegen das Leben an sich Krieg führt», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Es handle sich um einen gezielten Angriff, «um die Menschen bei Minustemperaturen ohne Wärmeversorgung zu lassen und eine humanitäre Katastrophe zu verursachen», schrieb Regierungschef Denys Schmyhal. Der Angriff erfolgte demnach bereits in der Nacht. Die Schäden konnten aber auch am Folgetag zunächst nicht behoben werden. Zur Überbrückung haben die örtlichen Behörden Aufwärmpunkte eingerichtet. In der Stadt seien 67 solcher Einrichtungen aufgebaut worden, zudem sei begonnen worden, drei mobile Heizkraftwerke in Gesundheitseinrichtungen in Betrieb zu nehmen, teilte Schmyhal mit. Die Ukraine leidet schwer unter den russischen Angriffen aus der Luft. Die Netze zur Strom-, Wärme- und teilweise auch Wasserversorgung wurden durch die systematischen Attacken Moskaus stark geschwächt. So verfügt die Ukraine nur noch über die Hälfte der Vorkriegskapazitäten zur Stromerzeugung und muss zur Deckung des Bedarfs Strom importieren. Viele Ukrainer sind durch die Notabschaltungen stundenlang am Tag ohne Energieversorgung. Europäische Staaten wollen am Montag über die nächsten Schritte im Ukraine-Krieg beraten. Der französische Präsident Emmanuel Macron werde in Paris führende europäische Länder zu einem dringenden Arbeitstreffen versammeln, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot am Sonntag den Radiosender France-Info. Nachrichtenberichten zufolge werden unter anderem der britische Premierminister Keir Starmer, die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk teilnehmen. Die Verhandlungen über Frieden in der Ukraine nehmen Fahrt auf: In der kommenden Woche wollen unter anderem US-Außenminister Marco Rubio und ranghohe Vertreter Russlands in Saudi-Arabien Berichten zufolge über ein Ende des russischen Angriffskriegs sprechen. Darüber hinaus soll in dem arabischen Land ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin vorbereitet werden. Laut «Politico» sollen in Saudi-Arabien in der kommenden Woche keine Vertreter Europas an den Gesprächen teilnehmen. Auch die Ukraine werde keine Vertreter dorthin entsenden, berichtete das US-Magazin unter Berufung auf einen ukrainischen Beamten. Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, hatte auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu der von europäischen Verbündeten geforderten Beteiligung an Verhandlungen ausweichend geantwortet. Frühere Verhandlungen seien gescheitert, weil zu viele Parteien beteiligt gewesen seien, zitierte ihn der britische Sender BBC. Vor einem Jahr starb der russische Oppositionsführer Nawalny im Straflager. Sein Team arbeitet weiter. Aber wer den Kreml kritisiert, der riskiert mitunter sein Leben - auch im Ausland.
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