Nach monatelangen Verhandlungen hat Israel ein Geiselabkommen mit der Hamas vereinbart. Die Waffenruhe soll ab Sonntag für 6 Wochen gelten, in dieser Zeit sollen Geiseln freigelassen und Hilfsgüter in den Gazastreifen gelangen.
Trotz des Widerstands einiger rechtsextremer Politik er ist mit der Zustimmung für das Geiselabkommen im Vorfeld gerechnet worden. Zuvor hatte das Sicherheitskabinett, dem ein Teil der Regierung angehört, dem Abkommen bereits zugestimmt. Nun kann ab Sonntag eine sechswöchige Waffenruhe in Kraft treten. Öffentlichkeit kann noch Einspruch gegen den Deal einreichen. Gegner des Abkommens können zudem noch Einspruch dagegen einreichen.
Nach israelischem Recht dürfen Angehörige von Terroropfern gegen die Freilassung bestimmter palästinensischer Häftlinge Einspruch einlegen. Für eine solche Petition beim Obersten Gericht haben sie 24 Stunden nach einem Regierungsbeschluss Zeit. Es wird erwartet, dass die Richter keinen Grund für ein Eingreifen des Obersten Gerichts gegen den Beschluss der Regierung sehen werden, im Zuge des Deals palästinensische Häftlinge für aus Israel in den Gazastreifen verschleppte Geiseln auszutauschen. \Nur befristete Waffenruhe. Die Feuerpause in dem seit mehr als 15 Monaten andauernden Krieg soll zunächst für 42 Tage gelten. In der Zeit sollen zunächst 33 der insgesamt 98 verbliebenen Geiseln in der Gewalt der Hamas freigelassen werden. Im Gegenzug dafür sollen israelischen Angaben zufolge Hunderte palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freikommen. Israels Militär soll sich aus den dicht bevölkerten Gebieten Gazas zurückziehen. Es sollen auch rund 600 Lastwagen Hilfsgüter in den Gazastreifen gelangen. Während dieser Phase verhandeln die Seiten über die konkreten Schritte der darauffolgenden Phasen, die zum vollständigen Rückzug des israelischen Militärs aus Gaza, der Freilassung der letzten Geiseln und zu einer palästinensischen Selbstverwaltung im Gazastreifen führen sollen. Wird keine Einigung erzielt, könnte der Krieg weitergehen. \Waffenruhe soll planmässig Sonntag in Kraft treten. Zunächst hatte es in Berichten geheissen, die Netanjahu-Regierung werde erst am Samstagabend, nach Ende des jüdischen Ruhetags Schabbat, zusammenkommen. Dieser beginnt am Freitagabend. An dem späteren Termin hatten unter anderem Angehörige der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln Kritik geübt, da sie eine Verzögerung des Beginns der Waffenruhe und damit auch der Freilassung der Entführten fürchten. Planmässig soll die Waffenruhe am Sonntag um 12.15 Uhr (11.15 Uhr MEZ) beginnen. Das Büro Netanjahus kündigte an, sie könne wie geplant in Kraft treten, sofern Sicherheitskabinett und Regierung zustimmen. Mit der Freilassung der ersten Geiseln wird demnach ebenfalls am Sonntag gerechnet. Israelischen Medien zufolge könnte dies um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) passieren. Letzte Hindernisse für Abkommen ausgeräumt. Vor der Sitzung des Sicherheitskabinetts hatte Netanjahu nach Angaben seines Büros noch mit dem aus Katar zurückgekehrten Verhandlungsteam über Sicherheitsaspekte und die Umsetzung des Abkommens gesprochen. Das Sicherheitskabinett sollte ursprünglich bereits am Donnerstagmorgen zusammentreten. Netanjahu machte für den Verzug die Hamas verantwortlich. Sie verweigerte nach dessen Darstellung ihre Zustimmung zu Teilen der Vereinbarung. Israelischen Medien zufolge forderte die Hamas die Freilassung mehrerer Gefangener, die Israel auch wegen der Schwere ihrer Straftaten nicht freilassen will. In der Nacht meldete Netanjahu Büro schliesslich, dass die letzten Hindernisse für ein Abkommen ausgeräumt seien. Israels Ministerpräsident sei von seinem Verhandlungsteam informiert worden, dass eine Einigung erzielt worden sei. Dies hatte Netanjahu zuvor als Bedingung für das Zusammentreten des israelischen Kabinetts zur Billigung des Deals genannt. Widerstand rechtsextremer Politiker. Israelische Medien nannten unterdes auch interne Gründe für die Verschiebung der Sitzung. So habe der rechtsextreme Finanzminister Smotrich Netanjahu zunächst nicht Bescheid gegeben, ob seine Partei aus Protest gegen das geplante Abkommen die Regierung verlassen werde. Berichten zufolge sollen die beiden inzwischen eine Einigung erzielt haben. Wie genau diese inhaltlich aussieht, blieb zunächst unklar. Smotrich hatte zuvor unter anderem gefordert, dass die Kämpfe nach der ersten Phase des Abkommens weitergehen müssen. Er und seine Partei würden gegen den Deal stimmen, aber in der Regierung bleiben, hiess es. Ben-Gvir hatte mit dem Verlassen der Regierung gedroht, sollte diese den Deal genehmigen. Katar hatte am Mittwochabend eine Einigung zwischen Israel und der Hamas verkündet. Israels Staatspräsident Izchak Herzog rief anschliessend das Sicherheitskabinett und die Regierung seines Landes dazu auf, die Vereinbarung mit der Hamas zu billigen. Trump hält seinen Einfluss für ausschlaggebend. Der designierte US-Präsident Donald Trump forderte eine Freilassung der Geiseln im Gaza-Krieg vor seiner Amtseinführun
GAZA-KONFLIKT HAMAS ISRAEL WEAPONS-RUHE GEISELN VERHANDLUNGEN KATR
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Nachkriegsplan der USA - Gaza-Deal angeblich zum Greifen naheNahost: Neue Verhandlungen über Waffenruhe und Geiselabkommen
Weiterlesen »
Israel: Sicherheitskabinett stimmt Waffenruhe in Gaza zuLaut Benjamin Netanjahu haben sich Israel und die Hamas doch noch auf einen Gaza-Deal einigen können. Die Regierung soll das Abkommen am Samstag absegnen.
Weiterlesen »
Kreise: Fortschritte bei Gesprächen über Gaza-AbkommenDie Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gaza-Krieg könnten bald zu einem Abschluss kommen.
Weiterlesen »
Waffenruhe in Gaza weiterhin unerreichbarTrotz Berichten über Fortschritte bleibt ein Durchbruch bei den Gesprächen über eine Waffenruhe in Gaza weiterhin aus. Der Krieg tobt auch während der Weihnachtszeit weiter. Israel und die Hamas-Miliz tauschen weiterhin Angriffe aus.
Weiterlesen »
Die Waffenruhe in Gaza: Ein Erfolg für Biden und Trump?Die Waffenruhe in Gaza ist auch dem kommenden amerikanischen Präsidenten zu verdanken. Die Verhandlungen zwischen Israel und Hamas wurden von Unterhändlern beider Präsidenten unterstützt. Joe Biden und Donald Trump haben beide eine wichtige Rolle bei dem Durchbruch gespielt, obwohl sie sich persönlich nicht leiden können.
Weiterlesen »
Gaza: Save the Children begrüsst Waffenruhe und fordert dauerhaften Waffenstillstand...Sehr geehrte Medienschaffende Gerne lasse ich Ihnen unser Statement auf Deutsch zur angekündigten Waffenruhe im Gazastreifen zukommen. Die vollständige Medienmitteilung auf...
Weiterlesen »