Vom Plan B zum Happy Ending: Alexander Lengweilers überraschende Saison bei Volley Schönenwerd

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Vom Plan B zum Happy Ending: Alexander Lengweilers überraschende Saison bei Volley Schönenwerd
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Alexander Lengweiler hätte die Saison 2023/2024 eigentlich bei Volley Luzern fortgesetzt. Doch der finanzielle Rückzug des Luzerner Vereins führte zu einem unerwarteten Wechsel zu Volley Schönenwerd. Obwohl er durch eine Verletzung die ersten Monate verpasste, findet sich der Nationalspieler beim aktuellen Meister wohl und kämpft mit seinen Teamkollegen um wichtige Siege.

Volley Schönenwerd als Plan B: Wie der Thurgauer Alexander Lengweiler unverhofft beim Meister landete Mittelblocker Alexander Lengweiler wäre eigentlich lieber bei Volley Luzern geblieben. Jetzt hat er Spass bei Volley Schönenwerd und fühlt sich wohl, obwohl seine Saison bislang durchzogen verlief und er etliche Spiele verpasste. «Seine Stärken sind die Athletik, das Spielverständnis und vor allem die Intelligenz», sagt Schönenwerds Head of Sponsoring Daniel Bühlmann über Alexander Lengweiler .

«Ein Mittelblocker muss innert kurzer Zeit viele Entscheide treffen. Auf den anderen Positionen musst du weniger denken – ein Angreifer zum Beispiel kann viel mehr auf Automatismen zurückgreifen. Alex macht keine dummen Sachen auf dem Feld und ist ein sehr sicherer Wert. Und einfach auch ein hervorragender Typ.» Dass er in dieser Saison das Schönenwerder Dress trägt, hatte der 23-jährige Thurgauer so eigentlich nicht geplant. Der Nationalspieler hatte seinen Vertrag bei Volley Luzern bereits verlängert, als sich der Klub aus finanziellen Gründen für den Rückzug aus der NLA entschied. «Ich hätte gerne eine dritte Saison angehängt», sagt Lengweiler. Er hatte eine tragende Rolle in der Mannschaft und Luzern schloss die vergangene Spielzeit auf dem achtbaren vierten Tabellenplatz ab: «Wir hatten eine sehr gute Stimmung im Team.» Lengweiler fühlt sich in der Leuchtenstadt mittlerweile heimisch: «Ich studiere hier, habe mir ein Umfeld aufgebaut und mich eingelebt.» Er hätte in der Schweiz überall Volleyball spielen können. Die NLA-Klubs reissen sich um die guten einheimischen Mittelblocker, welche rar gesät sind. Amriswil und die Westschweizer Klubs Chênois und Lausanne kamen für ihn aufgrund der grossen Entfernung zu Luzern nicht infrage. Da war der amtierende Meister Volley Schönenwerd, auch was die sportliche Perspektive betrifft, die attraktivste Option. Von links: Passeur Reto Giger, Headcoach Adriatik Kajtazi, der den Klub jüngst verlassen hat, Alexander Lengweiler, Simon Maag und Libero Julian Fischer. «Wir haben uns dann schnell geeinigt», sagt der Youngster of the Year der Saison 2022/23. Bei «Schöni» zu unterschreiben, sei der richtige Entscheid gewesen: «Ich kannte viele Spieler schon von der Nationalmannschaft und konnte mich daher gut integrieren. Ich fühle mich sehr wohl hier.» Er war bei den Schönenwerdern von Saisonbeginn an gesetzt und stand in der Vorrunde in jedem Spiel in der Startformation. Die Schönenwerder gewannen alle Spiele der Vorrunde.Die zweite Hälfte der Qualifikation von Ende November bis Mitte Januar verpasste Lengweiler dann nahezu komplett. Wegen einer Verletzung der Patellasehne im rechten Knie, die er sich im vergangenen Jahr bei der Nationalmannschaft zugezogen hatte. «Ich konnte Anfang Saison trotzdem gut trainieren und dann auch spielen. Ich dachte, es sei gut, aber ich habe wohl etwas zu früh wieder zu viel gemacht.» So lange zuschauen zu müssen, sei mühsam. Er zeigt sich dankbar, «dass mir der Trainer und der Klub die Pause ermöglicht haben, um auf meinen Körper zu schauen».Mit Linus Birchler und Simon Maag am Block feierten die Schönenwerder in der Rückrunde sieben weitere Siege, die einzige Niederlage gegen Amriswil kostete ihnen den Qualisieg. Bei Luzern war Lengweiler gesetzt, bei Volley Schönenwerd streiten sich drei Nati-Mittelblocker um die zwei Plätze. «Ich bin sicher der Lauteste von uns dreien», vergleicht er. «Vom Spielstil her sind wir uns ähnlich. Es sind nur Feinheiten, die uns unterscheiden. Und wir haben alle keine grosse Schwachstelle.» Im ersten Spiel der Champions Round vor zwei Wochen gegen Chênois konnte Lengweiler endlich wieder mittun. Er kam im Verlauf des zweiten Satzes für Birchler aufs Feld. Schönenwerd kämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand zurück, unterlag dann aber im Tiebreak. Beim 3:0-Sieg in Jona in der vergangenen Woche war er wieder Ersatz. «Ich komme langsam zurück», sagt Lengweiler über seinen Fitnessstand. «Ich will unbedingt im Cup-Halbfinal auflaufen – das ist mein Ziel.» Die Saison geht jetzt in die heisse Phase. Am Samstag gastieren die Schönenwerder in der Liga beim Tabellenvierten Näfels, am Mittwoch empfangen sie den Spitzenreiter Amriswil und am kommenden Sonntag spielen sie auswärts gegen Chênois um den Einzug in den Cupfinal. «Der Halbfinal ist sicher das wichtigste der drei Spiele – in der Champions Round passiert eh nichts mehr», blickt Lengweiler voraus.Amriswil liegt derzeit fünf Punkte vor Schönenwerd und wird sich den ersten Platz in den restlichen drei Spielen nicht mehr nehmen lassen. Beide Teams sind bereits für die Playoff-Halbfinals qualifiziert. Es deutet also alles darauf hin, dass die Final-Paarung zum dritten Mal in Folge Schönenwerd gegen Amriswil heisst. «Ich würde Chênois noch nicht abschreiben, sie spielen mittlerweile deutlich besser als noch in der Qualifikation», wirft Lengweiler ein.

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