Vergiftete Kinder und tote Fische: Die Schattenseiten der Schweizer Industrialisierung

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Vergiftete Kinder und tote Fische: Die Schattenseiten der Schweizer Industrialisierung
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Ein neues Buch beleuchtet die hohen Kosten der wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Eine Historikerin zeigt die Gefahren der Industrialisierung, die die Umwelt und die Gesundheit der Menschen beeinträchtigten, auf. Der Artikel schildert die Geschichte einer Familie in Basel, die durch das vergiftete Trinkwasser einer Farbstofffabrik gesundheitliche Probleme erlitt.

Vergiftete Kinder und tote Fische: Ein neues Buch beleuchtet die dunkle Seite der Schweizer Industrialisierung

Wie auch? Die Familie lebte in jener Zeit, in der die Chemie überhaupt erst ihren Aufschwung erlebte, neue Wirtschaftszweige begründete und dafür gefeiert wurde. Chemiker tüftelten in Fabriklabors und brachten neue synthetische Stoffe hervor. Stoffe, welche das Hanf- oder Flachsgarn, Wolle, Seide oder Baumwolle indigoblau, violett oder fuchsrot leuchten liess. Doch diese Farben hatten auch eine dunkle Seite - sie enthielten Arsen.

1880 schlug ein Fischer Alarm: Im Rhein würden schon bald keine Fische mehr leben. Da er sich auch an den Bundesrat wandte, suchten die Behörden in Folge einen Experten für die Gewässerverschmutzung. Ein Jobprofil, das es bislang nicht gab. Casimir Nienhaus-Meinau, ein Basler Apotheker, übernahm die Herkulesaufgabe, die Fabrikabfälle hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit einzuschätzen.

Theoretisch habe bereits im 19. Jahrhundert gegolten: «Der Staat sollte die Gesundheit der Menschen schützen, wenn sie unmittelbar gefährdet war. Ansonsten sollte der Staat die Wirtschaft gewähren lassen», schreibt Historikerin Aufdermauer. Doch in der Realität mussten die Behörden abwägen und waren mit unterschiedlichen Interessen konfrontiert.

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