US-Präsident Donald Trump fordert die Europäer zur drastischen Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben auf, was zu kontroversen Diskussionen in Europa führt.
US-Präsident Donald Trump hat die Europäer aufgefordert, ihre Verteidigungsausgaben drastisch zu erhöhen. Konkret soll es mindestens 5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung betragen, wie Trump bei seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos bekanntgab. Dieses Ziel ist für viele NATO -Staaten, insbesondere für Deutschland, eine enorme Herausforderung. Aktuell erreichen nicht einmal alle 32 NATO -Staaten das bereits bestehende Ziel von 2 Prozent der Wirtschaftsleistung für Rüstung sausgaben.
Trump's Forderung stellt die europäischen Länder vor eine Zwickmühle: Sie müssen ihre Verteidigung stärken, um die wachsenden Sicherheitsbedrohungen durch Russland zu begegnen, ohne dabei die wirtschaftliche Stabilität zu gefährden.Trumps Forderung stößt auf unterschiedliche Reaktionen innerhalb Europas. Während Polen, Estland und Litauen die Erhöhung der Rüstungsausgaben begrüßen, sehen deutsche Politiker die Fünf-Prozent-Marke als unrealistisch und zu teuer. Die deutsche Links-Politikerin Sara Wagenknecht bezeichnet Trumps Forderung als „blanken Wahnsinn“, während AfD-Chefin Alice Weidel zunächst die Idee unterstützt, aber später die Dimensionen erkennt und von einer „symbolischen Zahl“ spricht. Andere Politiker sehen in Trumps Forderung einen Aufruf zum Nachdenken über die zukünftige Rolle Europas in der Sicherheitsarchitektur. Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck schlägt ein Ziel von 3,5 Prozent vor, SPD-Chef Olaf Scholz hält die Fünf-Prozent-Marke aber für „unausgegoren“. CDU-Chef Friedrich Merz hingegen will sich noch nicht auf eine konkrete Zahl festlegen. Das Thema wird in den kommenden Monaten weiter diskutiert werden, insbesondere beim NATO-Gipfeltreffen im Juni in Den Haag. Nato-Chef Mark Rutte plädiert für einen Rüstungsanstieg von deutlich über drei Prozent, da sich Russland in militärischer Hinsicht rapide entwickelt. Rutte warnt vor einer möglichen Eskalation und fordert die europäischen Staaten auf, ihre Sozialstaaten nach Mitteln für den Verteidigungssektor zu untersuchen.
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