Trumps Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen: Ein harter Schlag für die Umwelt

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Der US-Präsident Donald Trump hat den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. SRF-Wirtschaftredaktor Klaus Ammann analysiert die Auswirkungen dieser Entscheidung und blickt auf die globale Energiewende.

Eine der ersten Amtshandlungen von US-Präsident Donald Trump ist der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015. Der SRF-Wirtschaftredaktor Klaus Ammann ordnet die Auswirkungen dieses Schrittes ein. Klaus Ammann ist seit 2004 als Redaktor bei Radio SRF tätig und seit 2011 für die Wirtschaftsredaktion zuständig. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf Energie- und Klimathemen. Was bedeutet der Austritt der USA für das Klimaabkommen ? Trump hat eine Kündigungsfrist von einem Jahr.

Doch der Austritt der USA ist ein harter Schlag, da die USA ein enorm wichtiger Akteur im Pariser Abkommen sind. Ohne sie wäre es vor zehn Jahren nicht zustande gekommen. Nur China stößt heute mehr klimaschädliches CO₂ aus als die USA. Wenn sich die USA verabschieden, dann hat das vor allem symbolisch sehr negative Auswirkungen. Denn das Pariser Klimaabkommen ist ohnehin unter Druck. Die Länder hinken den Zielen weit hinterher. Und Trump tritt ja nun schon zum zweiten Mal aus. Letztes Mal ist ihm kein anderes Land gefolgt. Diesmal könnte das aber anders sein. Was wurde 2015 in Paris vereinbart? Das Übereinkommen von Paris wurde auf der 21. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (COP21) im Dezember 2015 in Paris verabschiedet und trat im November 2016 in Kraft. Das Ziel ist, die Erderwärmung auf maximal 2 und möglichst 1.5° C zu begrenzen. Ist es realistisch, dass die Ölwirtschaft in den USA stark ausgebaut wird? Ich glaube, das wird sich an den Marktrealitäten stoßen. Die USA haben bereits heute Rekordmengen an Öl produziert. Im letzten Jahr beispielsweise waren die Gaspreise noch nie so tief im Schnitt. Öl und Gasfirmen freuen sich zwar über die neuen Lockerungen in der Regulierung, viel mehr produzieren wollen sie aber nicht. Das würde nämlich die Preise noch mehr drücken und entsprechend auch ihre Gewinne. Aus Klimasicht müsste die Produktion nicht nur stagnieren oder nicht weiter zunehmen, sondern stark zurückgehen, damit die USA ihren Anteil zum global nötigen Rückgang der Emissionen beitragen können. Dieser neueliche Fokus auf Öl und Gas durch Trump ist diesbezüglich ein schlechtes Signal. Kann Donald Trump in vier Jahren den Energiesektor der USA komplett umbauen? Nein, ich denke nicht. Weltweit ist die Energiewende weg von Öl und Gas in vollem Gang, auch in den USA. So baut beispielsweise der republikanisch dominierte Bundesstaat Texas unterdessen so viel Solarenergie zu wie kein anderer, deutlich mehr noch als Kalifornien. Viele Bundesstaaten und Städte wollen an ihren Bemühungen festhalten. Und vor allem stellen auch praktisch alle grossen Unternehmen um. Sie reduzieren ihre eigenen Emissionen, weil sie sehen, welche Risiken die Klimaerwärmung für ihr Geschäft birgt. Und diese Bemühungen werden von der Regierung Trump nun gebremst. Dass sie völlig rückgängig gemacht werden, damit rechnet aber niemand

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