Es ist ein reiner Machtkonflikt zweier Generäle – die sudanesische Bevölkerung wird dazwischen zerrieben.
Darum geht es: In einem Bericht für den UNO-Menschenrechtsrat zeichnen unabhängige Experten ein düsteres Bild der Menschenrechtslage im Sudan. Sie sehen plausible Anzeichen für Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit beider Konfliktparteien in dem nordostafrikanischen Land. Besonders in der Hauptstadt Khartum und der Region Darfur seien schwere Menschenrechtsverstösse festgestellt worden.
Die Bevölkerung ist bloss ein Spielball zwischen den beiden Kriegsparteien. Autor: Sarah Fluck Afrika-Korrespondentin von SRF Internationale Einmischung: Beide Kriegsparteien im Sudan erhalten Unterstützung aus dem Ausland: Während De-Facto-Machthaber al-Burhan Waffen und Geld aus Iran und Ägypten erhält, wird sein Herausforderer Daglo von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gestützt.
Kämpfe ohne Rücksicht: Die Armee greift Wohngebiete aus der Luft an, es gibt Plünderungen ziviler Einrichtungen wie Spitäler, Vorratslager und privaten Eigentums – vor allem durch die RSF. Dies präge den Konflikt schon seit dessen Beginn im April 2023, so die UNO. Ausserdem werden Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Vertreter der Zivilgesellschaft, die Rechtsverstösse dokumentierten, eingeschüchtert und bedroht.
Auch in umliegenden Dörfern habe die RSF in vergangenen Tagen Angriffe verübt, so das Ärztenetzwerk. Dabei seien medizinische Einrichtungen und Apotheken sowie Märkte und Geschäfte geplündert worden.
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