Philipp Schenker aus der Region Basel hat für die Organisation Exit bisher 50 Menschen beim Freitod begleitet. Er gibt Einblick in seine Tätigkeit – vom ersten Anruf bis zum Eintreffen der Gerichtsmedizin.
Er wollte nach der Pensionierung «etwas Gutes tun» – Exit-Sterbebegleiter Philipp Schenker.Die letzte Person, die ich begleitet habe, hatte Krebs im Endstadium, verbunden mit starken Schmerzen und dem Wunsch, sich nicht mehr in Spitalpflege begeben zu müssen.Es müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. In erster Linie die Urteilsfähigkeit, ein starkes Leiden sowie ein dauerhafter und gut überlegter Sterbewunsch, der unbeeinflusst von Dritten besteht.
Ja, das mache ich bewusst, weil es mich greifbarer macht. Ich bin neben meiner Tätigkeit für Exit auch noch Fährimaa in Basel. Ich hatte beispielsweise schon zwei Patienten, die Rheinschiffer waren. Da hat man ein gemeinsames Thema. Das schafft Nähe.Wenn keine Angehörigen dabei sind, setze ich mich, wenn es für den Sterbewilligen stimmig ist, zu ihm. Ich streichle ihm beispielsweise den Arm oder halte seine Hand.
«Ich begleitete kürzlich einen Sterbewilligen, der unbedingt im Beisein seines Hundes sterben wollte. Das wird selbstverständlich respektiert.»Es ist ganz selten der Fall, dass jemand beispielsweise noch Kerzen anzünden oder Mozart hören möchte. Wichtig ist jedoch, wer an diesem Tag dabei ist. Das bestimmt allein der Sterbewillige. Ich begleitete kürzlich einen Sterbewilligen, der unbedingt im Beisein seines Hundes sterben wollte.
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