FDP, SVP und Mitte fordern, dass Berufspendler künftig bis zu 8000 Franken von den Steuern abziehen können. SP, Grüne, GLP und EVP warnen hingegen vor einer Benachteiligung des öffentlichen Verkehrs. Die ersten Zwischenresultate sind da.
St.Gallerinnen und St.Galler stimmen über eine Erhöhung des Pendlerabzugs ab – das Ja-Lager liegt in Front
Aus Sicht der Befürworter ist eine Erhöhung überfällig, weil heute vor allem Pendler mit einem langen Arbeitsweg benachteiligt würden. Besonders in Regionen mit schlechter öffentlicher Verkehrsanbindung sei die Abhängigkeit vom Auto hoch. Zum bürgerlichen Ja-Komitee gehören auch der Gewerbeverband, Hauseigentümerverband und TCS.
Mit einem höheren Fahrkostenabzug würde der Kanton lange Autofahren direkt unterstützen, monierten die Gegner. Das schaffe mehr Verkehr und sabotiere alle Anstrengungen, den ÖV, Velo- und Fussverkehr zu stärken. Gleichzeitig entstünde eine Steuerlücke von fast 15 Millionen Franken, welche Kanton und Gemeinden begleichen müssten. Die «angebliche Entlastung» würde zu Sparmassnahmen in anderen Bereichen führen.Im Kanton St.
Zuletzt diskutierte der St.Galler Kantonsrat im Jahr 2015 im Rahmen einer Spardebatte über die Begrenzung des Pendlerabzugs. Dabei wurde entschieden, diesen auf den Betrag eines Zweitklass-Generalabonnements zu deckeln. Gegen diesen Beschluss lancierte die SVP ein Referendum, woraufhin die Bevölkerung darüber abstimmte. Das Ergebnis war denkbar knapp: Mit 51,3 Prozent stimmte eine knappe Mehrheit der Begrenzung zu. Das Abstimmungsresultat zeigte einen tiefen Stadt-Land-Graben.
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