Markus Kaufmann, Geschäftsführer der Konferenz für Sozialhilfe, verteidigt die Sozialhilfe in der Schweiz gegen Vorwürfe von zu hohen Kosten. Er betont die rückläufige Entwicklung der Ausgaben seit 2019 und die niedrigste Quote an Sozialhilfebeziehenden seit 2005.
Der Geschäftsführer der Konferenz für Sozialhilfe , Markus Kaufmann , hat sich in einem Interview gegen Vorwürfe gewandt, dass die Kosten für die Sozialhilfe in der Schweiz zu hoch seien. Kaufmann betont, dass die Ausgaben in diesem Bereich seit 2019 rückläufig sind. Der Anteil der Sozialhilfe beziehenden an der Bevölkerung liege mit 2,8 Prozent so tief wie seit 2005 nicht mehr.
Kaufmann räumte jedoch ein, dass es in der Schweiz leider so sei, dass man mit einem 100-Prozent-Job in einer Tieflohnbranche eine vierköpfige Familie nicht mehr ernähren könne. Dies bedeute aber nicht, dass die Sozialhilfe zu hoch sei. Kaufmann kritisierte die Forderung nach einem «Rückbau» der Fürsorge, die von Sozialhilfeexperten wie Urs Mühle geäußert wurde. Er argumentierte, dass die Sozialhilfe über die Grundsicherung hinausgehe und von der Konferenz für Sozialhilfe weiter ausgebaut werde. Kaufmann widersprach diesem Argument und betonte, dass es seit den 1990er-Jahren keinen Ausbau der Sozialhilfe gegeben habe. Der monatliche Grundbedarf sei heute tiefer als 1997, obwohl die Lebenshaltungskosten gestiegen seien. Kaufmann betonte, dass die meisten Menschen arbeiten und selbstständig sein wollten. Wenn das heutige System tatsächlich falsche Anreize setze, hätte sich die Zahl der Beziehenden anders entwickelt. Tatsächlich seien die Kosten pro Fall gesunken, was darauf hindeute, dass viele eine Arbeit gefunden hätten, mit der sie jedoch noch nicht ganz ohne Sozialhilfe auskämen.
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