Am 25. Oktober wird weltweit der «World Pasta Day» gefeiert. Hinter den Schweizer Teigwaren, die tagtäglich auf den hiesigen Tellern landen, steckt eine komplexe Produktionskette, die stark von Importen geprägt ist – die lokale Produktion aus Schweizer Rohstoffen bleibt ein Nischenmarkt.
Die Schweiz hat eine lange Tradition in der Teigwarenproduktion, die hiesige Teigwarenindustrie deckt den Bedarf aber bei Weitem nicht alleine ab: Während im Inland rund 40’000 Tonnen Pasta produziert werden, hat die Schweiz letztes Jahr zusätzlich rund 72’000 Tonnen gekochte und ungekochte sowie gefüllte und ungefüllte Teigwaren importiert, wie aus den Daten des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit BAZG hervorgeht.
In der Schweiz gibt es nur wenige Betriebe, die Hartweizen anpflanzen. Deshalb wird der Hartweizen etwa zur Hälfte aus Kanada und zur anderen Hälfte aus der EU eingeführt – letztes Jahr waren es je knapp 34’000 Tonnen. Selbst das «Pastaland» Italien importiert Hartweizen, da im eigenen Land zu wenig produziert wird.
Zusätzlich sind die Anforderungen an die Qualität des Hartweizens, wie hohe Proteingehalte und gute innere Verarbeitungseigenschaften, schwer zu erfüllen. «Zusätzlich sind die Preise zu tief, um eine korrekte Rentabilität zu erreichen», fügt Pierre-Yves Perrin an. Der fehlende Grenzschutz führe weiter dazu, dass der Preisunterschied zwischen inländischem und importiertem Hartweizen erheblich ist.
Schweizer Teigwaren aus hiesigen Rohstoffen: Nischenprodukte mit begrenztem Potential Die Schweizer Teigwarenproduktion beläuft sich auf etwa 40’000 Tonnen pro Jahr. «Wenn mehr Menschen in der Schweiz sind, dann werden auch mehr Teigwaren gegessen – also ist der Trend steigend», kommentiert Beat Grüter, Geschäftsführer der Vereinigung der Schweizerischen Teigwarenindustrie SwissPasta.
Ein Wechselspiel zwischen Markt und Anbau Gerade mit diesem Preisdruck sieht der Geschäftsführer von SwissPasta darum auch wenig Zukunft für Schweizer Hartweizen: «Schweizer Hartweizengriess wird kein Boom werden, denn dieser ist rund dreimal so teuer wie Importgriess», erläutert er. Die Produktion sei so gering, dass die Menge industriell in nur einer Woche verarbeitet werden.
Petra Ruckli von der IG Dinkel erklärt, dass der Anteil von UrDinkel* im Pastasegment laut einer internen Erhebung 2018 bei etwa 6 Prozent lag. Die IG Dinkel geht davon aus, dass sich dieser Anteil seither weiter erhöht hat und gegen 10 Prozent strebt. «Wir sehen hier grosses Potential», so Petra Ruckli, «da wir mit UrDinkel eine einheimische, proteinreiche Alternative anbieten können, die in Degustationen überzeugt.
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