Rund 800 FCL-Anhänger aus der Innerschweiz sind gestern nach St. Gallen gereist. Die Polizei öffnete deshalb aus Sicherheitsgründen den eigentlich gesperrten Gästesektor – nur deshalb war die Fantrennung gewährleistet. Die Vorkommnisse wecken erneut Zweifel am Kaskadenmodell und befeuern die Diskussion um zielführende Massnahmen gegen Fangewalt.
Rund 800 FCL-Anhänger sind am Ostermontag ans Auswärtsspiel nach St.Gallen gereist. Die Polizei öffnete deshalb aus Sicherheitsgründen den eigentlich gesperrten Gästesektor – nur so sei eine Fantrennung gewährleistet gewesen. Die Vorkommnisse wecken erneut Zweifel am Kaskadenmodell und befeuern die Diskussion um zielführende Massnahmen gegen Fangewalt.
«Das Katz-und-Mausspiel geht weiter. Ich glaube, gestern sah man, dass das Kaskadenmodell nicht funktioniert», sagt der Luzerner Mitte-Kantonsparlamentarier Adrian Nussbaum gegenüber PilatusToday und Tele 1. Er hat unlängst eine Beim Kaskadenmodell, welches auf nächste Saison eingeführt werden soll, sind auch Sektorensperrungen vorgesehen – ein gleiches Szenario also, welches die FCL-Fans in St.Gallen eigentlich erwartet hätte – und sie erst recht anlockte.Das Kaskadenmodell sieht insgesamt fünf Stufen vor. Unter anderem die Schliessung von Gästesektoren oder im Extremfall Spielabsagen mit Forfait-Niederlagen.
Wegen des geschlossenen Gästesektors haben sich die FCL-Fans Tickets in den anderen Sektoren gekauft und sind so die Massnahme umgangen: «Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass Kollektivstrafen weder zielführend sind, noch zu einer Beruhigung der Situation an Spieltagen führen - im Gegenteil», schreibt Fabian Achermann von der Fanarbeit Luzern zur Situation am vergangenen Montagabend im Kybunpark.
Für Mitte-Politiker Adrian Nussbaum ist klar: «Eine ID vor dem Fussballspiel zu zeigen, wäre kein grosser Aufwand.» Ebenfalls ist er sich sicher, dass man so mit einem geringen Aufwand Vieles bewirken könnte: «Ich bin überzeugt, dass dies Besserung bringen würde.»
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