Trotz westlichen Sanktionen wächst das Bruttoinlandprodukt Russlands. Der Krieg in der Ukraine kurbelt die Wirtschaft an: Die Regierung will in diesem Jahr über umgerechnet 100 Milliarden Franken für Rüstungsgüter ausgeben.
Die russische Wirtschaft floriert: Sie läuft so gut, dass die Weltbank Russland kürzlich aufgestuft hat – zum «high income country». Die Organisation sagt, die Strategie von Russland sei erfolgreich, trotz Druck von aussen. Das ist bemerkenswert: Westliche Länder haben Russland mit diversen Sanktionen belegt, kaufen deutlich weniger fossile Energie aus Russland – und trotzdem geht es der russischen Wirtschaft nicht schlechter, sondern sogar besser.
Viertgrösste Volkswirtschaft: Die Konjunktur in Russland erwies sich gegenüber den Sanktionen des Westens als widerstandsfähig. Das lag der Weltbank zufolge an der hochgefahrenen Kriegswirtschaft, Subventionen und der privaten Nachfrage, die stärker ausgefallen sei als erwartet. Die jüngste Veröffentlichung von Daten des internationalen Vergleichsprogramms zeigt, dass Russland seit dem Jahr 2021 die viertgrösste Volkswirtschaft der Welt ist.
Audio Russlands Wirtschaft boomt im Krieg: Wie nachhaltig ist das? 06:07 min, aus SRF 4 News vom 10.07.2024. Bild: Keystone-SDA abspielen. Laufzeit 6 Minuten 7 Sekunden. Wie die Kriegswirtschaft funktioniert: Laut Ritschl werden Arbeitskräfte von der zivilen Produktion in die rüstungsnahen Bereiche umgesetzt.
Audio Russland lebt von der Kriegswirtschaft – doch das ist riskant 22:55 min, aus Trend vom 10.04.2024. Bild: Imago abspielen. Laufzeit 22 Minuten 55 Sekunden. Fazit des Experten: «Die Russen verkaufen sehr viel an internationalen Märkten, aber zu schlechten Preisen. Sie werden im Grunde so eine Art Denner oder Aldi der internationalen Rohstoffmärkte», sagt Wirtschaftsprofessor Ritschl.
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