Zora Föhn erklärt, weshalb die Rolle als «Unbekannter» für Martin Pfister auch ein Vorteil war – und was die Wahl für den Kanton Zug und die Zentralschweiz politisch bedeutet.
Zora Föhn erklärt, weshalb die Rolle als «Unbekannter» für Martin Pfister auch ein Vorteil war – und was die Wahl für den Kanton Zug und die Zentralschweiz politisch bedeutet.Der Kanton Zug – und mit ihm die Zentralschweiz – hat mit Martin Pfister nach langer Zeit wieder einen Bundesrat. Zora Föhn, Politologin bei Interface Politikstudien in Luzern, erklärt, was für die Wahl Pfisters ausschlaggebend war.
Martin Pfister galt in Bern nach der Bekanntgabe seiner Kandidatur als «Unbekannter», als Aussenseiter. Nun ist er Bundesrat. Was hat er in den letzten vier Wochen richtig gemacht? Das Potenzial ist da, ein Bundesrat ist immer auch ein Aushängeschild für einen Kanton, eine Region. Und Martin Pfister stösst ja anscheinend auf Sympathie. Er entspricht als Historiker auch nicht dem «klassischen» Bild Zugs als Kanton der Banker und Treuhänder. Er könnte zeigen, dass Zug eben mehr ist als das.Es wird sich nicht signifikant etwas ändern.
Auch die Zentralschweiz musste seit dem Rücktritt des Luzerners Kaspar Villiger Ende 2003 auf eine Regierungsvertretung warten. Was bedeutet diese Wahl für die Region, abgesehen vom Umstand, dass sich die Region wieder besser repräsentiert fühlt? In seiner ersten Rede erwähnte Pfister die Zentralschweiz explizit. Damit setzte er ein Zeichen, dass er die ganze Region ein wenig in den Fokus rücken möchte. Dass die Unterstützung der Zentralschweizer Parlamentarier – zumindest nach aussen – verhalten blieb, hatte vielleicht auch taktische Gründe.Die Zentralschweiz hat nun wieder einen Sitz im Bundesrat. Das schränkt die Wahlchancen anderer Kandidatinnen und Kandidaten bei einer nächsten Vakanz ein.
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