In fünf Delegationen überreicht der Schweizer Bauernverband seine Forderungen nach besserer Anerkennung und Entlöhnung. Adressaten sind neben Guy Parmelin alle grösseren Detailhändler und Discounter.
In fünf Delegationen überreicht der Schweizer Bauernverband seine Forderungen nach besserer Anerkennung und Entlöhnung. Adressaten sind neben Guy Parmelin alle grösseren Detailhändler und Discounter.Bei der Migros : Bäuerin Charlotte Keller, Mario Irminger , Martin Rufer , Andreas Buri , Christophe Longchamp .
Vor dem Aldi-Hauptsitz : Peter Nüesch , Junglandwirt Jan Müller, Jérôme Meyer , Michel Darbellay , François Monin . Im Coop-Hauptsitz in Basel : Junglandwirte Florian Hügli und Sven Kaufmann, Martin Rufer , Andrea Kramer , Marc Muntwiler , Stéphane Rosselet , Marc Brodbeck . Im Bundeshaus : Landwirt Arnaud Rochat, Junglandwirtin Leana Waber, Bundesrat Guy Parmelin, BLW-Direktor Christian Hofer, Agora-Direktor Loïc Bardet, SBV-Präsident Markus Ritter, SBV-Stv. Direktor Francis Egger Die Übergabe an Lidl in Weinfelden ZH : François Monin , Maja Grunder , Constantin Waldspurger , Nicholas Pennanen , Michel Darbellay sowie Junglandwirte Thomas Heusser und Dominik Weber. Mit einem grünen Band und Schleife versehen, konnte Guy Parmelin die Forderungen der Landwirtschaft entgegennehmen. «Höre die Hilfeschreie vom Land und unterstütze unsere Landwirtschaft in ihren Forderungen nach besseren Bedingungen für die Bauernfamilien» hiess es in der Petition des Schweizer Bauernverbands , der Westschweizer Bauernvereinigung Agora und der Junglandwirte. Innert weniger Tage haben über 65'000 Menschen online für eine rentable Landwirtschaft unterschrieben, freut sich der SBV in einer Mitteilung. Heute fand die Übergabe der Petition statt – und zwar in fünffacher Ausführung.Da sich die angesichts zahlreich mitgetragenen Forderungen sowohl an die Politik als auch die Abnehmerseite wenden, schickte der SBV je eine Delegation zu Bundesrat Guy Parmelin nach Bern, zum Hauptsitz der Migros nach Zürich, zu Coop nach Basel, Aldi in Schwarzenbach SG und ins zürcherische Weinfelden zu Lidl. Beim Detailhandel seien die zu tiefen Produzentenpreise im Zentrum gestanden, schreibt der SBV. Die gestiegenen Produktionskosten könnten damit nicht gedeckt werden, so die Kritik des Verbands, was die bereits tiefen Einkommen in der Landwirtschaft weiter gesenkt habe. Verlangt wird daher eine Erhöhung der Produzentenpreise im Jahr 2024 um mindestens 5 bis 10 Prozent. «Der Schweizer Bauernverband wird neu bei all diesen Verhandlungen eine koordinierende Rolle einnehmen», erklärte SBV-Präsident Markus Ritter in Bern. Bisher führten die einzelnen Branchenorganisationen diese Verhandlungen, jeweils einzeln mit den Detailhändlern und Discountern. Das erklärte Ziel des neuen Vorgehens besteht darin, dass die Branchenorganisationen künftig eine gemeinsame Strategie verfolgen können. Falls nötig wolle der SBV auf übergeordneter Ebene mit den Geschäftsführungen der Detailhändler und Discounter selbst verhandeln.«Der SBV steht in engem Dialog mit Bundesrat und Detailhandel», versichert der Verband auf Facebook. Zum Treffen mit Bundesrat Guy Parmelin überbrachten Markus Ritter, Loïc Bardet und Francis Egger zusätzlich zu ihren Forderungen auch 4000 Seiten Gesetzestexte. Sie sollten ein Symbol sein für die «Regulierungswut» im Agrarsektor. Als Vertreterin der Junglandwirte war im Bundesbern Leana Waber anwesend, ebenso wie der Westschweizer Landwirt Arnaud Rochat. Rochat hat als Gründer der «Révolte agricole Suisse» kürzlich einige Bekanntheit erlangt und sich nun offenbar den Forderungen des SBVs angeschlossen. «Auch in der Schweiz leiden die Bauernbetriebe unter stetig steigenden Auflagen – bei maximal gleichbleibenden Entschädigungen – und steigender administrativer Belastung», ist sich der SBV bewusst. Es sei klar, dass die landwirtschaftliche Basis nun Resultate erwarte.Bessere Anerkennung der vielfältigen Rollen der Landwirtschaft, ihres Engagements und ihrer Hauptaufgabe: Die nachhaltige und tierfreundliche Lebensmittelproduktion.Erhöhung der Produzentenpreise und eine Preisbildung, die auf den effektiven Kosten basiert.Herzlichen Dank für Ihr Feedback! Damit helfen Sie uns, unsere Dienstleistungen zu verbessern. Herzlichen Dank für Ihr Feedback! Damit helfen Sie uns, unsere Dienstleistungen zu verbessern. Kennen Sie schon unsere günstigen und flexiblen Digitalabos?Möchten Sie regelmässig über das Geschehen in der Schweizer Landwirtschaft informiert werden? Abonnieren Sie unseren Newsletter «BauernNews» und lassen Sie sich die aktuellsten Nachrichten täglich direkt in Ihr Email-Postfach schicken.Möchten Sie regelmässig über das Geschehen in der Schweizer Landwirtschaft informiert werden? Abonnieren Sie unseren Newsletter «BauernNews» und lassen Sie sich die aktuellsten Nachrichten täglich direkt in Ihr Email-Postfach schicken.SBV setzt auf Petition, Kleinbauern unterstützen «Bauernaufstand» Die massiven Proteste in den Nachbarländern erreichen die Schweiz: Die Gruppierung «Schweizer Bauernaufstand» wil für bessere Preise demonstrieren und erhält Unterstützung von der Kleinbauernvereinigung. Der Bauernverband hat eine Petition lanciert.Angefangen in Deutschland, weiteten sich die Bauernproteste auf weitere europäische Länder aus. Ständerätin Maya Graf diskutiert deren Gründe und die Anforderungen einer zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft.Der Bund will Landwirt künftig zur Weitergabe von anonymisierten Buchhaltungsdaten verpflichten können. Der Zweck wäre sinnvoll, doch der Bauernverband hält dies für die falsche Herangehensweise.SBV-Direktor Martin Rufer äussert sich zu den Bauernprotesten im Ausland, der Lage der Landwirtschaft in der Schweiz und den Forderungen des Schweizer Bauernverbands.In zwei Jahren kommt die Mitteilungspflicht. Einige Landwirte befürchten mehr Aufwand und Kosten. Wir haben uns mit einem Gemüsebauern unterhalten und zu seinen Bedenken das BLW befragt.Gender hin, Gleichstellung her: «Der Bauer» bleibt für viele Medienschaffende ein Mann. Werner Locher hat sich daher bei der Ombudsstelle des Schweizer Fernsehens gemeldet.Bauern sind in der EU auf den Barrikaden. Sie sehen sich durch Auflagen aus Brüssel unverhältnismässig stark belastet. Die EU-Kommission will ihnen nun entgegenkommen.Der Schweizer Bauernverband und die Produzentenorganisation Agora starten eine Online-Petition. Sie fordern darin bessere Rahmenbedingungen für die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe und höhere Preise. Adressaten sind der Bund und die Marktakteure.Landwirte aus dem Bundesland Brandenburg demonstrieren am Freitag, dem 26. Januar vor den Parteizentralen der «Ampel»-Koalition .Das Landwirtschaftliche Verordnungspaket 2024 umfasst einen neuen Sozialversicherungsschutz und Prämienverbilligungen für Ernteversicherungen. Ausserdem wird klar, wie es mit den Acker-BFF weitergeht.Am 3. März 2024 wählt der Kantons St. Gallen ein neues Parlament und eine neue Regierung. An der HV des bäuerlichen Vereins St. Gallen-Gossau gab SGBV-Geschäftsführer Mathias Rüesch den Startschuss für den Wahlkampf.An der Liebegg kreuzten Gegner und Befürworter der Biodiversitäts-Initiative die Klingen. Die Landwirtschaft habe sämtliche Ziele vergangener AP's bezüglich Biodiversität erreicht, stellte Martin Rufer, SBV, klar.
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