Die Universität Basel trennt sich nach nur einem Jahr von dem Caterer SV Group. Das führt zu einer drohenden Massenentlassung des Mensa-Personals. Studierende sind von der Cafeteria und der Mensa abhängig.
Mitten in den Semesterferien bangt das Mensa-Personal an der Universität Basel um seine Jobs. Wie eine Mitarbeiterin, die anonym bleiben will, gegenüber 20 Minuten sagt, sei man in einem Schreiben am 10. Januar über die drohende Entlassung informiert worden. Die Universität Basel habe beschlossen, die Zusammenarbeit nicht weiterzuführen, heisst es im Schreiben, das 20 Minuten vorliegt. Und: «Diese Entscheidung zwingt uns leider dazu, eine Massenentlassung vorzunehmen.
» Die Massnahme sei unumgänglich, heisst es weiter. Und: «Wir bedauern zutiefst, dass dein Arbeitsverhältnis davon betroffen ist.» «Im Juli und August werde man sich an der Uni nicht verpflegen können », sagt die Mitarbeiterin. Sie und rund fünfzehn andere hätten Aussicht auf eine Weiteranstellung. Nicht alle hätten aber diese Möglichkeit. \Der Universitätssprecher Matthias Geering bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten, dass man das Mandat mit der SV Group per 30. Juni 2025 beendende. Beschlossen hätten dies «beide Parteien» aufgrund von «unterschiedlichen Auffassungen zur Zusammenarbeit». Man habe jedoch Interesse daran, die Mitarbeitenden zu übernehmen. \Wie ein Blick vor Ort zeigt, ist den Studierenden die Verpflegung wichtig. «Wir sind eigentlich immer hier, nicht nur in der Prüfungsphase», sagen Irina (32) und Larissa (23), die gerade in der Unibibliothek (UB) Kaffeepause machen. Auch Noa (25) kommt seit einem Jahr regelmässig in die UB, um zu lernen und ist dankbar für das Angebot der Cafeteria. «70 Prozent der Tage, an denen ich hier bin, konsumiere ich was», so der Student. Die befragten Studierenden sind sich einig: Alle sind froh, dass es die Cafeteria und die Mensa gibt. «Wir kaufen eigentlich jeden Tag etwas, auch wenn es nur Kaffee und Gipfeli sind», sagen zum Beispiel Irina und Larissa. Auch Studentin Anna (20) schätzt die Cafeteria in der UB sehr, obwohl sie selber gerne kocht und oft eigenes Essen mitbringt. «Die Mensa ist schön hell und super, wenn man nicht alleine lernt. Da kauft man eigentlich immer etwas», sagt Anna. Jasra (23), die sich soeben ein Sandwich gekauft hat, meint: «Ich hole mir mindestens dreimal die Woche ein Sandwich.» Es sei hier definitiv besser mit Cafeteria als ohne: «Beim Lernen bekommt man schnell Hunger.» Zum Essensangebot der UB-Mensa meint Noa zudem: «Aktuell gibt es hier nur Pizza, aber ich bin da unkompliziert. Eine Alternative wäre aber schon cool.» Irina und Larissa sehen das ähnlich: «Das Angebot ist zu klein. Vorher gab es Pasta mit drei Saucen und jetzt nur noch Pizza.» In der Mensa des Biozentrums gebe es nach wie vor drei verschiedene Menüs, weshalb sie hin und wieder auch dort ihre Mittagspause verbringen. Bis Ende Juni sei laut Geering die Verpflegung sichergestellt. Ein neuer Caterer werde in einem Submissionsverfahren gesucht
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