Ab 1. Januar 2025 droht im Kanton Thurgau eine Busse von 300 Franken für weggeworfenen Abfall. Ob diese abschreckend wirkt, ist umstritten. Experten und Politiker diskutieren die Wirksamkeit der höheren Strafen gegen Littering.
Abfall auf den Boden werfen ist verboten und wird mit einer Busse geahndet. Nur: Wie hoch diese Busse ausfällt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Die Höhe unterscheidet sich teilweise sogar unter einzelnen Gemeinden.
Täter müssen in flagranti erwischt werden Doch ob das tatsächlich wirkt? Der Kanton Aargau kennt solch hohe Bussen seit 2020. René Lippuner, Präsident des Vereins Aargauer Regionalpolizeien, stellte bislang keine abschreckende Wirkung fest: «Wir können die Gesellschaft nicht verändern, indem wir versuchen, sie mit Bussen abzuschrecken.»
Schon bei der Debatte über die Litteringbussen im Thurgauer Kantonsparlament im Oktober 2023 wurde über die abschreckende Wirkung diskutiert. Das Argument der SVP: Der Abfall belastet die Umwelt und macht Tiere wie beispielsweise Milchkühe krank. Landwirt und Parlamentarier Urs Schär damals: «Mittwochvormittag, wieder sieben Aludosen und wieder Verpackungsmaterial aus dem Futter genommen. So kann das doch nicht weitergehen.
Regierung hält vergeblich dagegen Zwar hielt die Regierung dagegen und sagte schon vor über einem Jahr, die höheren Bussen würden nichts bringen. Der zuständige Regierungsrat Dominik Diezi sagte es in der Debatte so: «Der Täter kann praktisch mit Sicherheit davon ausgehen, dass er nicht erwischt wird. Das ist beim Littering leider der Fall.
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