In Island filtert die Schweizer Firma Climeworks CO₂ aus der Luft und lagert es im Boden ein. Das klingt vielversprechend – doch die dafür benötigten Energiemengen sind gigantisch.
Modernste Technik in urtümlicher Landschaft: «Mammoth» scheidet CO₂ aus der Luft ab, das danach in den Untergrund gepumpt wird.Am Fuss eines ruhenden Vulkans, rund 35 Kilometer östlich von Islands Hauptstadt Reykjavík, steigt Maxim Willemse aus seinem Auto. Er zieht den Schutzhelm tief ins Gesicht, die grell leuchtende Jacke um sich, ein eisiger Wind pfeift. Unter seinen Stiefeln knirscht pechschwarzes Lavagestein.
Neben Island setzen auch andere Länder zunehmend auf CO₂-Abscheidung und -Speicherung , so der Überbegriff für die verschiedenen Methoden. Norwegen lagert seit vielen Jahren Kohlendioxid in erschöpften Ölfeldern in der Nordsee ein. Die Niederlande und Grossbritannien verfolgen ähnliche Projekte. Island ist jedoch für die Industrie besonders attraktiv. Das liegt zunächst an der Technikaffinität seiner Bevölkerung.
Island präsentiert sich gern als nachhaltig, sozial und umweltbewusst. Tatsächlich gibt es viele Umweltschutzorganisationen, und das Land zahlt verhältnismässig viel in «Loss and Damage»-Fonds ein, die Opfer der Klimaerhitzung unterstützen sollen. Doch der selbsterklärte Klimaprimus liegt auch beim Pro-Kopf-Ausstoss von Treibhausgasen weit vorne. Fast alle Produkte müssen per Schiff oder Flugzeug importiert werden.
Maxim Willemse weicht der Frage aus, antwortet nur: Einige Mitarbeiter:innen von Climeworks hätten zuvor in der Öl- und Gasindustrie gearbeitet und brächten wertvolle technische Expertise mit. Nach seinem Wissen habe die Firma jedoch keine Investoren aus der fossilen Industrie.
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