Keine Nato-Mitgliedschaft für die Ukraine und Gebietsabtretungen: Trump kommt Putin schon vor dem Verhandlungsstart auf halbem Weg entgegen

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Der Text berichtet über Trumps Vorgehensweise in den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Er stellt fest, dass Trump ohne die Ukraine an den Verhandlungstisch mit Putin gesetzt hat und wichtige Punkte wie die Nato-Mitgliedschaft und die Wiederherstellung der völkerrechtlichen Grenzen vorab geopfert. Der Autor kritisiert diese Strategie scharf und warnt vor den Folgen für die Ukraine und Europa.

Drei Jahre lang haben die USA, Europa und die Ukraine hart dafür gearbeitet, die Einheit zu wahren und dem russischen Aggressor Wladimir Putin die Stirn zu bieten. Zwischendurch hat es gerumpelt. Hie und da durchzogen kleinere Risse das Anti-Putin-Bündnis. Im Grossen und Ganzen aber hat die Front gehalten. Die Ukraine steht. Russland hat seine Krieg sziele nicht erreicht.Erlstens, dass nichts über die Ukraine ohne die Ukraine bestimmt wird.

Dieser Grundsatz wurde von westlichen Politikern wie ein Mantra wiederholt, sobald die Rede auf künftige Friedensverhandlungen kam. Jetzt ist alles anders. Trump setzt sich mit dem russischen Präsidenten persönlich an den Tisch. Die Ukrainer dürfen zuschauen. Die Urangst in Kiew, dass ihr Schicksal künftig von fremden Mächten bestimmt wird, wurde bestätigt. Auch den zweiten Grundsatz hat Trump im Handstreich über Bord geworfen. Dieser lautet, dass die Ukraine aus einer Position der Stärke in die Verhandlungen treten soll. Indem Trump aber die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine vom Tisch nimmt, wird deren Position wesentlich geschwächt. Auch das ukrainische Ziel, die völkerrechtlichen Grenzen wiederherzustellen, hat Trump kassiert. Freilich: Dass die Ukraine umgehend in die Verteidigungsallianz aufgenommen wird, war wenig realistisch. Das hat schon die Regierung unter Joe Biden deutlich gemacht. Ebenfalls ist den meisten Beobachtern klar, dass die Ukraine wahrscheinlich einige Gebiete Putin abtreten muss. Zumindest vorübergehend. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski selbst hat das schon mehrmals eingestanden. Aber diese substanziellen Zugeständnisse noch vor den eigentlichen Verhandlungen und ohne Gegenleistung Putins öffentlich zu machen, ist etwas anderes. Putin wird sich bedanken. Er ist schon halb am Ziel. Gravierend ist auch, dass die Europäer Gefahr laufen, ihrerseits zu teilnahmslosen Beobachtern degradiert zu werden. Immerhin sind es sie, die mit den Konsequenzen von Trumps Verhandlungen leben müssen. Weil man Putin nicht trauen kann, ist es wahrscheinlich, dass künftig Zehntausende internationale Soldaten zur Absicherung des Friedens in der Ukraine stationiert werden müssen. Das werden europäische Truppen sein, da die USA – und das hat Trump ebenfalls schon klargemacht – sich nicht beteiligen werden. Trump, so heisst es, wolle sich selbst ein Denkmal setzen und sich mit einem raschen Ende des Krieges den Friedensnobelpreis verschaffen. Ob das auch ein gerechter und dauerhafter Frieden sein wird, ist offen. Es stellt sich auch die Frage, ob er das überhaupt will. Im Moment drängt sich nämlich eher der Eindruck auf, dass Trump sich in der Rolle eines neutralen Vermittlers sieht. Neutral gegenüber einem imperialistischen Diktator, der sein Nachbarland kaltblütig überfallen hat? Das wäre verheerend. Aber vielleicht kommt alles ja noch anders. Trump sei «der beste Verhandler des Planeten», versuchte sein Verteidigungsminister Pete Hegseth am Donnerstag die Nato-Partner zu beruhigen. Was die Alliierten als üblen Tiefschlag verstanden haben, ist anscheinend einfach seine Strategie. Und es stimmt: Auch wenn der Auftakt zu den Verhandlungen chaotisch und einigermassen beunruhigend verlaufen ist, so ist in Wahrheit noch nichts verloren. Trump startet aber mit hohem Einsatz. Im Poker-Jargon hiesse das, er geht gleich zu Beginn «all in». Ob sie wollen oder nicht: Die europäischen Staaten und die Ukraine gehen mit und es bleibt ihnen nur die fromme Hoffnung, dass sich der US-Präsident nicht verzockt.Wieso sollte man dem Orangen Mann trauen? Er der ohne Prüfung tausende menschen heimschickt, entwurzelt und ins Elend stürzt. Er welcher als krimineller keine Empathy besitzt? Er der denkt er sei der nächste Julius Cäsar, über den Göttern steht? Am Schluss ist er nur ein Versager welcher weiterhin ganze Länder ins Elend stürzt.Es ist verheerend, wenn sich Diktatoren gegenseitig unterstützen. Europa muss zusammenstehen und endlich Rückgrat zeigen. Den völkerrechtswidrigen Machenschaften von Putin und Trump muss nachdrücklich Einhalt geboten werden. Das geht aber nur mit vereinten Kräften. Putin und Trump handeln nicht im Sinne des Volkes, sondern im eigenen Egomachtwahnsinn

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