Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems beleuchtet die arabisch-jüdische Geschichte.
Im Jüdischen Museum in Hohenems ist bis August 2025 eine Ausstellung zur arabisch-jüdischen Beziehungsgeschichte zu sehen. Thema von «Yalla» sind die vielfältigen Begegnungen von arabischen und jüdischen Lebenswelten über die Jahrhunderte.so schwer, beide Zuschreibungen – arabisch und jüdisch – zusammenzudenken? Diese Frage dient als Ausgangspunkt zu «Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen» im Jüdischen Museum in Hohenems.
«Mit dem Kolonialismus und dem arabischen und jüdischen Nationalismus und der israelischen Staatsgründung ist aus der fruchtbaren Beziehung ein blutiger Gegensatz geworden, aber das ist ja nicht naturgegeben», sagte Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Aus seiner Sicht wäre es «politisch segensreich», wenn es zu einer Wiederentdeckung des arabisch-jüdischen Erbes kommen würde. In zahlreichen Gesprächen mit Freunden in Israel sei ihm aufgefallen, dass in der israelischen Perspektive die Erinnerung der arabischstämmigen Juden kaum vorkomme. Und wenn, dann oftmals nur, wie Jüdinnen und Juden aus einigen arabischen Ländern vertrieben wurden.
Im zweiten Erzählstrang geht es um sieben jüdische Künstlerinnen und Künstlern mit arabischen Wurzeln. Der multimediale Künstler Dor Zlekha Levy etwa zeigt das Werk «Shomer». Darin greift er die architektonischen Strukturen und die Geschichte der Magen Abraham Synagoge in Beirut, Libanon, auf. Während die digitale Rekonstruktion des Gebäudes in einem Film gezeigt wird, ist die Stimme eines im Libanon geborenen Israeli zu hören. Er spricht über seine Kindheitserinnerungen in Beirut, über die Auswanderung aus dem Libanon und wie er später als israelischer Soldat im ersten Libanonkrieg 1982 in die Stadt zurückkehrte.
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