Nach dem Hangrutsch in Hinterbergen im Juni 2024 hat sich die Lage beruhigt. Die Schutzmassnahmen werden aber weiter erhöht. Ein Hof bleibt evakuiert und die Rigi wird weiterhin beobachtet.
Rund ein halbes Jahr nach dem Hangrutsch in Hinterbergen hat sich die Lage beruhigt. Die Anspannung bleibt aber – und die Schutzmassnahmen werden erhöht. „Bei uns rutscht der ganze Hang.“ Herbert Imbach, Gemeindepräsident von Vitznau , erinnert sich genau an den Anruf eines Landwirts, den er am Morgen des 1. Juni 2024 erhielt. Insgesamt 300’000 Kubikmeter Geröll und Gestein rutschten im Gebiet Hinterbergen den Hang hinunter.
Mehrere Bauernhöfe mussten wegen der Gassrübi, wie das Rutschgebiet seit dem 17. Jahrhundert benannt ist, evakuiert werden. In den Wochen danach arbeiteten Feuerwehrleute und Zivilschutz pausenlos daran, den Hang zu sichern. Inzwischen hat man mit Entwässerungsarbeiten, Wasserumleitungen und Rodungen dafür gesorgt, dass sich die Rutschmasse gelegt hat, erzählt Imbach. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Masse wieder in Bewegung setzt, ist gering.“ Das hätten auch die letzten Schneefälle bewiesen: Trotz der erhöhten Wassermassen wurde der Hang nicht wieder in Bewegung gebracht. Ein Hof bleibt evakuiert Die Gefährdung bleibt aber weiterhin erhöht und der Hang wird beobachtet, sowohl lokal wie auch via Satellit. Von den evakuierten Familien konnte nur eine noch nicht zurückkehren, da sich der Hof in der roten Zone befindet – der gefährlichsten Gefahrenzone. Man prüfe dort zurzeit eine Verlegung. Was Imbach nach der Aufregung des letzten halben Jahres besonders im Gedächtnis bleiben werde, seien der unglaubliche Einsatz und das Engagement aller Beteiligten. „Die Rigi ist kein stabiler Fels, sondern relativ labil. Die Bewohnerinnen und Bewohner kennen jedoch die Situation und helfen sich untereinander, wenn es drauf ankommt.“ Die Unterstützung und Solidarität seien gross gewesen. Bleibt nach so einem Vorfall aber nicht die Angst vor einer erneuten Rutschung? „Wir sind eine Berggemeinde, wir sind von solchen Dingen mehr betroffen und deshalb eher daran gewöhnt“, sagt Imbac
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