Während Jahrzehnten soll eine indischstämmige Familie Hausangestellte wie Sklaven behandelt haben – mitten in Genf. Wie konnte das passieren?
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wieMenschenhandel, Wucher und Verletzungen des Ausländergesetzes: All das wirft die Genfer Staatsanwaltschaft der Familie Hinduja vor. Es geht um physische sowie finanzielle Ausbeutung von ausländischen Arbeitskräften ohne Arbeitsvisa.
Die Kinderbetreuerinnen, Köche und Hausangestellte sollen als Touristen von Indien, manchmal über Frankreich, in die Schweiz eingeschleust worden sein. Die Familie habe daraufhin deren Reisepässe konfisziert, sie auf ihrem Anwesen im Nobelviertel Cologny während Jahren eingesperrt, im Luftschutzbunker untergebracht und wie Leibeigene gehalten.
Man habe sie jeden Tag in der Woche von morgens um 7 Uhr bis 23 Uhr in der Nacht durcharbeiten lassen. Dies zu einem Hungerlohn von um die 100 Franken. Ans Licht kam dies nur, weil 2017 ein Koch vom Anwesen geflüchtet und sich einer Gewerkschaft anvertraut hatte. Nun sitzen Parkash und Kamal Hinduja sowie deren Sohn und Schwiegertochter auf der Anklagebank. Die Familie, die zu den reichsten der Schweiz gehört, wies die Vorwürfe schon während der Strafuntersuchung zurück.
Wie konnte dieser Fall – mitten in Genf – jahrelang unentdeckt bleiben? Und handelt es sich hier um einen Einzelfall? Darüber spricht Westschweiz-Korrespondent Philippe Reichen in einer neuen Folge von «Apropos», dem täglichen Podcast des Tages-Anzeiger. Er hat den Prozess in Genf beobachtet. Gastgeber ist Philipp Loser.
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