Immer mehr dubiose Kosmetiksalons mit unzureichender Ausbildung des Personals, teilweise im Umfeld von Clans, bieten ihre Dienste an. Sie gefährden seriöse Berufsleute durch gefährliche bis illegale Praktiken. Die MROS zeigt in ihrem Jahresbericht 2021 einen Fall, in dem ein Kosmetiksalon zur Geldwäsche missbraucht wurde. Ein Bankkonto einer Kundin, die einen Beauty-Salon betreibt, weist eine Reihe von verdächtigen Finanztransaktionen auf. Es wurden innerhalb eines Jahres Bareinzahlungen in Höhe von 70'000 Franken festgestellt.
Es gibt immer mehr dubiose Kosmetiksalons mit Personal ohne solide Ausbildung, teils im Umfeld von Clans verortbar. Sie graben seriösen Berufsleuten mit gefährlichen bis illegalen Praktiken das Wasser ab.Mitte Dezember verurteilte das Bezirksgericht Zürich vier aus der Türkei stammende Männer zu mehrjährigen Gefängnisstrafen wegen Verbrechen gegen das Geldspielgesetz und schwerer Geldwäscherei.
Kriminelle Strukturen und Clans haben längst ein Auge auf solche Etablissements geworfen. Weil es dort nicht auffällt, wenn regelmässig auch höhere Beträge in bar bezahlt werden, eigenen sie sich unter anderem gut für Geldwäscherei. Selbst wenn sie kaum oder gar keine Kunden haben. Heute könne jedermann und jedefrau auch ohne Ausbildung ein Kosmetikinstitut eröffnen und sich Kosmetikerin oder Kosmetiker nennen. Nur der Kanton Tessin habe «die Problematik erkannt» und die Eröffnung eines Kosmetikstudios an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.
Wer kein unnötiges Risiko eingehen will, vertraut sich nur Personen an, die über einen eidgenössisch anerkannten Abschluss verfügen. Sie führen die Berufsbezeichnungen «Kosmetikerin EFZ», «Kosmetikerin FA» oder «Diplomierte Kosmetikerin ». Alle drei sind geschützte Titel.
Trotzdem bieten solche «Kosmetikerinnen», ausgerüstet mit teilweise sehr teuren Apparaturen, eine ganze Palette von potenziell gesundheitsgefährdenden Dienstleistungen an. Diese reichen vom Aufpolstern der Lippen per Hyaluron-Pen über das Entfernen von Tattoos, Permanent-Makeup oder Haaren mit dem Laser.
KOSMETIKSALONS GELDWÄSCHEREI KLAN VERBRECHEN FINANZZÜGANG
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Gesundheitskosten: Abzocke der Hirslanden-Spitäler mit RabattenPlötzlich kostet ein Implantat 1500 statt 60 Franken. Nun laufen Untersuchungen wegen des Verdachts auf Missbrauch.
Weiterlesen »
Schweiz führt Transparenzregister gegen Geldwäsche einDie Schweiz führt ein Transparenzregister ein, um die Hintermänner von Firmen schneller zu identifizieren und so Geldwäsche und Verdeckung von Vermögenswerten zu verhindern. Während der Debatte im Ständerat gab es Kritik am zusätzlichen Verwaltungsaufwand und der Wirksamkeit des Registers, doch die Mehrheit stimmte der Vorlage zu.
Weiterlesen »
Privatbank Lombard Odier wegen schwerer Geldwäsche angeklagtArchiv: Warum hängen die US-Börsen die Europäischen ab?
Weiterlesen »
Bundesanwaltschaft klagt Lombard Odier wegen Geldwäsche anDie Bundesanwaltschaft klagt die Privatbank Lombard Odier wegen Geldwäsche an. Im Fokus steht auch die Tochter eines ehemaligen usbekischen Präsidenten.
Weiterlesen »
Schweizer Privatbank Lombard Odier Vorwurf schwerer GeldwäscheDie Bundesanwaltschaft hat die Schweizer Privatbank Lombard Odier wegen Verdachts schwerer Geldwäsche angeklagt. Die Bank wird verdächtigt, Gewinne der Tochter des ehemaligen usbekischen Präsidenten verschleiert zu haben. Lombard Odier lehnt die Anschuldigungen entschieden zurück.
Weiterlesen »
Bundesanwaltschaft Klärt Lombard Odier wegen GeldwäscheDie Schweizer Bundesanwaltschaft hat Lombard Odier wegen Verdachts schwerer Geldwäsche angeklagt. Im Fokus steht eine Tochter eines ehemaligen usbekischen Präsidenten.
Weiterlesen »